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Berner FDP will einen dritten Nationalratssitz erobern

Die FDP geht mit einem ehrgeizigen Ziel in den Wahlkampf: Sie will einen dritten Sitz im Nationalrat. Gelingen soll dies dank mehr Bürgernähe.

Christa Markwalder sitzt für die FDP seit 2003 im Nationalrat. Im Herbst tritt sie wieder zur Wahl an, auch für den Ständerat.
Christa Markwalder sitzt für die FDP seit 2003 im Nationalrat. Im Herbst tritt sie wieder zur Wahl an, auch für den Ständerat.
Beat Mathys

Die bernische FDP will im Herbst einen dritten Nationalratssitz erobern und ihren Wähleranteil auf 11 Prozent steigern. Das gab Kantonalpräsident Pierre-Yves Grivel am Mittwoch vor der Nominationsversammlung in Biel bekannt.

Das Ziel ist ehrgeizig, denn der Kanton Bern hat dieses Jahr einen Nationalratssitz weniger zu vergeben. Grivel zeigte sich gegenüber Medienschaffenden überzeugt, dass die FDP mit Bürgernähe, einer starken Kampagne und engagierten Kandidierenden punkten werde.

Bei den Nationalratswahlen 2015 brachte es die Partei auf einen Wähleranteil von 9,3 Prozent. Bei den Grossratswahlen vom vergangenen Frühling erreichte die FDP 11,65 Prozent.

13 Männer und 11 Frauen stellen sich in diesem Herbst zur Wahl. Die Nationalratsliste der bernischen FDP weise einen historisch hohen Frauenanteil auf, betonte Grivel. Die Bisherigen Christa Markwalder und Christian Wasserfallen treten erneut an.

Die Delegierten nominierten alle 24 vorgeschlagenen Kandidatinnen und Kandidaten für die Nationalratswahlen auf einmal per Akklamation. Nominiert ist damit auch die Berner Stadträtin Claudine Esseiva, die an der Versammlung in Biel anwesend war.

Am Montag schaffte sie an der Versammlung der städtischen FDP die Nomination nur ganz knapp. Ihre Stimmenzahl entsprach genau dem absoluten Mehr. Esseiva zeigte sich an der Versammlung vom Montag enttäuscht über das Ergebnis. Der städtische Parteipräsident Christoph Zimmerli erklärte sich das schlechte Resultat von Esseiva damit, dass «ein Teil der Mitglieder ihr Verhalten bisweilen kritisch» beurteile.

Weiter kandidiert Christa Markwalder auch für den Ständerat. Dank ihr biete sich der Partei die Chance, ins Stöckli zurückzukehren, sagte Alt-Bundesrat Johann Schneider-Ammann, der Markwalder "vorbehaltlos" empfehlen konnte. Der Ständerat habe ein «Genderproblem», auch deshalb dränge sich die Wahl einer Frau auf.

Die Delegierten nominierten Markwalder per Akklamation. Die bernische FDP war im Ständerat bis 2003 vertreten.

Gespräche über Listenverbindungen

Nicht in die Karten blicken lässt sich die FDP bei der Frage der Listenverbindungen. Diskussionen seien am Laufen, sagte Grivel gegenüber Medienschaffenden. Bei den letzten Grossratswahlen hatte die Partei von der Listenverbindung mit der BDP profitiert.

Eine Neuauflage ist für Grivel denkbar. Auch die anderen bürgerlichen Parteien kommen für ihn in Frage. Eine Listenverbindung mit den Grünliberalen schloss er ebenfalls nicht aus.

SDA/js

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