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Berner Kantonsparlament verlangt Hearing zu Spitalhochzeit

Die Berner Regierung muss dem Grossen Rat bis Januar 2014 weitere Fragen zur Spitalhochzeit beantworten.

Der Grosse Rat verlangt genauere Antworten zur bevorstehenden Spitalhochzeit.
Der Grosse Rat verlangt genauere Antworten zur bevorstehenden Spitalhochzeit.
Susanne Keller, Andreas Blatter

Das Parlament hat am Donnerstag einen Bericht zum Zusammenschluss der Insel mit Spital Netz Bern zur Kenntnis genommen und zugleich zusätzliche Auskünfte angefordert. Die Verantwortlichen müssten unbedingt «die richtige Versorgung am richtigen Ort» sicherstellen, forderten mehrere Fraktionssprecher. Es dürfe keine Verlagerung zu teureren universitären Leistungen geben, wenn dies nicht medizinisch gerechtfertigt sei.

Der Grosse Rat möchte unter anderem wissen, wie die künftige Notfallversorgung aussieht und was die finanziellen Auswirkungen sind. Die Regierung soll deshalb in der Januar-Session 2014 ein Hearing durchführen. Mit 135 zu 1 Stimme verabschiedete der Rat eine entsprechende Planungserklärung.

SVP kritisch

Grundsatzkritik am vorliegenden Bericht gab es fast nur von der SVP. Fraktionschef Peter Brand sagte, der Rapport bleibe die Antworten auf viele entscheidende Fragen schuldig. Die SVP könne deshalb keine Verantwortung für die weiteren Schritte übernehmen. Der Bericht wurde schliesslich mit 92 zu 43 Stimmen zur Kenntnis genommen. Grösstes Spital der Schweiz

Der Regierungsrat hatte Ende 2009 den Grundsatzbeschluss gefasst, dass das Inselspital und die Spital Netz Bern AG zusammengeführt werden. Damit entsteht das grösste Spital der Schweiz mit mehr als 1400 Betten.

Die Zusammenführung wird zurzeit vorbereitet. Die Verantwortlichen wollen mit dem Inselspital, den Stadtspitälern Tiefenau und Ziegler und den Portalspitälern Aarberg, Münsingen und Riggisberg eine «optimale Behandlungskette» anbieten.«Eine Riesenchance»

Keine andere Option als Zusammenschluss

Gesundheitsdirektor Philippe Perrenoud sagte im Rat, der «Point of no Return» sei längst erreicht. Am Zusammenschluss führe kein Weg vorbei. Natürlich sei das Projekt eine «Riesenherausforderung» - aber es sei eben auch «eine Riesenchance».

Skepsis schlug dem gemeinsamen Verwaltungsrat von Insel und Spital Netz Bern unter anderem wegen der angekündigten Schliessung der Geburtsabteilung in Riggisberg entgegen.

Die Kommunikation sei reichlich unglücklich erfolgt, hiess es. Zudem sei den Betroffenen versichert worden, dass sie eine neue Stelle innerhalb von Spital Netz Bern erhielten. Doch jetzt wüssten sie noch immer nicht, wo sie denn ab August arbeiten könnten.

SDA/dln

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