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Berner Regierung will Sparpotenzial bei Informatik umsetzten

Die Berner Kantonsverwaltung kann nach Ansicht von Experten bei der Informatik langfristig jährlich über 20 Millionen Franken sparen. Um dieses Sparpotenzial abzurufen, hat der Regierungsrat entsprechende Projekte freigegeben.

Die unabhängige Prüfung der Informatik der Kantonsverwaltung hat «substanzielle Defizite in der strategischen Führung der Informatik» aufgezeigt.
Die unabhängige Prüfung der Informatik der Kantonsverwaltung hat «substanzielle Defizite in der strategischen Führung der Informatik» aufgezeigt.

Als erstes soll eine Informatikstrategie erarbeitet werden. Daneben braucht es ein besseres Kostenmanagement und ein oberstes Informatik-Steuerungsorgan. Das schreibt der Regierungsrats in einer Mitteilung vom Donnerstag.

Für ein besseres Kostenmanagement braucht es nach Angaben der Regierung wirkungsvolle Controlling-Instrumente. Dieses Teilprojekt soll bis Ende 2015 abgeschlossen werden, so dass das die Informatikbudgets für 2017 bereits auf neuer Basis geplant werden können. Die Strategie soll bis Mitte 2016 erarbeitet und das Steuerungsorgan aktiv sein.

Einiges im Argen

Gestützt auf zwei Vorstösse im Berner Kantonsparlament hatte der Regierungsrat die Informatik der Kantonsverwaltung einer unabhängigen Überprüfung unterziehen lassen.

Das Urteil der Experten fiel nicht eben schmeichelhaft aus: Die unabhängige Prüfung habe «substanzielle Defizite in der strategischen Führung der Informatik» aufgezeigt, kamen sie unter anderem zum Schluss.

Eine strategische Führung durch den Regierungsrat oder ein anderes Organ sei de facto nicht existent oder erfolge nur im Rahmen von Einzelvorhaben, heisst es im Bericht. Von aussen betrachtet scheine es, dass auch grössere Vorhaben etwas orientierungslos geführt würden und nicht in einen Gesamtkontext eingebunden seien.

Hinsichtlich der Verteilung der Informatik-Aufwände sei nur eine geringe Transparenz vorhanden, schreiben die Berater weiter. Eine effiziente finanzielle Steuerung sei somit nicht möglich.

Langfristig liessen sich pro Jahr rund 24 Millionen Franken sparen, so die Experten. Sie verfassten einen Katalog mit mehreren Dutzend Massnahmen. Die Vorschläge sollen nun im Rahmen des Projekts «IT@BE» umgesetzt werden.

SDA

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