Berner Tertianer haben auch weiterhin weniger Sport

Es bleibt dabei: Die Berner Tertianer haben in einem Semester nur zwei anstelle von drei Sportlektionen. Ausgleichen soll das die obligatorische Sportwoche. Eine Motion gegen diese Sparmassnahme scheiterte.

Während einem Semester turnen Berner Tertianer auch weiterhin nur noch zwei anstelle von drei Lektionen. (Symbolbild)

Während einem Semester turnen Berner Tertianer auch weiterhin nur noch zwei anstelle von drei Lektionen. (Symbolbild)

(Bild: Nicholas Ratzenboeck)

Der Sportunterricht an den Berner Gymnasien wird leicht gekürzt. Der Grosse Rat hält an dieser vor Jahresfrist beschlossenen Sparmassnahme fest. Mit 102 zu 44 Stimmen lehnte er am Mittwoch eine Motion ab, welche die Massnahme rückgängig machen wollte.

Die Tertianer werden demnach ab 2017 im einen Semester nur noch zwei Lektionen Sport haben, im anderen Semester weiterhin drei. Die Ratsmehrheit hält diese Kürzung nach wie vor für vertretbar. Schliesslich müssten die Gymnasien im Rahmen der Angebots- und Strukturüberprüfung (ASP) insgesamt neun Millionen Franken sparen. Komme man nun auf die Sparmassnahme beim Sport zurück, seien auch andere Kürzungen in Frage gestellt.

Die Motionäre aus den Reihen von SP, BDP und FDP kritisierten, der Kanton verstosse nicht nur gegen das eigene Sportkonzept, sondern auch gegen die Bundesgesetzgebung. Erziehungsdirektor Bernhard Pulver wies diesen Vorwurf zurück.

Die wegfallende Lektion in der Tertia werde durch eine obligatorische Sportwoche ersetzt. Insgesamt gehe das Sport-Angebot an den Gymnasien also keineswegs zurück und liege weiterhin deutlich über den 110 Lektionen Sport pro Jahr, wie sie der Bund vorschreibe.

Fast alle Fraktionen stimmten uneinheitlich. Für die Kürzung im Sportunterricht stimmten die Mehrheit von SVP, FDP, BDP, Grünen, Grünliberalen und EVP sowie die EDU. Nur die SP wollte die Sparmassnahme grossmehrheitlich zurücknehmen.

Halbe Million für die Kornhausbibliotheken

Desweitere unterstützt der Kanton Bern die Kornhausbibliotheken im kommenden Jahr mit 566'000 Franken. Der Grosse Rat hat den Objektkredit am Mittwoch einstimmig gutgeheissen.

Das Geld des Kantons sichert zusammen mit dem städtischen Beitrag den Übergang, bis der neue Leistungsvertrag für die Beitragsperiode 2016-19 in Kraft tritt.

Als «Kulturinstitution von regionaler Bedeutung» werden die Kornhausbibliotheken ab 2016 gemeinsam von Stadt Bern, Kanton und Regionalkonferenz Bern-Mittelland finanziert - so will es das revidierte Kulturförderungsgesetz.

lub/sda

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