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Bernhard Pulver: «Eine Burka hat in der Schule nichts verloren»

Der Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver (Grüne) fordert, dass Flüchtlinge unsere Regeln und unsere Kultur akzeptieren müssen. Der Händedruck in der Schule sei ein Teil davon.

Für Erziehungsdirektor Bernhard Pulver steht die Bildung über der Religionsfreiheit.
Für Erziehungsdirektor Bernhard Pulver steht die Bildung über der Religionsfreiheit.
Urs Baumann
Bernhard Pulver: «Integration darf nicht heissen, dass sich unsere Kultur den Neu­ankömmlingen anpassen muss. Das wäre komplett falsch.»
Bernhard Pulver: «Integration darf nicht heissen, dass sich unsere Kultur den Neu­ankömmlingen anpassen muss. Das wäre komplett falsch.»
Urs Baumann
«Je nach Herkunft dauert die Integration der Flüchtlingskinder Jahre», erklärt Pulver.
«Je nach Herkunft dauert die Integration der Flüchtlingskinder Jahre», erklärt Pulver.
Urs Baumann
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In Therwil verweigerten zwei muslimische Schüler ihrer Lehrerin den Händedruck und er­hielten dafür eine Dispensation. Wäre dies im Kanton Bern auch möglich?Bernhard Pulver:(zögert) Bei uns ist nicht geregelt, ob für einen Händedruck eine Dispensation erteilt werden kann oder nicht.

Würden Sie eine solche Dispensation denn gutheissen?Der Händedruck ist zwar keine Vorschrift in der Schule. Viele Lehrer beginnen jedoch ihren Unterricht auf diese Art, weil so eine persönliche Beziehung zu den Schülern aufgebaut werden kann. Und Unterrichten ist letztlich eine Beziehungsfrage. Zudem gehört der Händedruck zu unserer Kultur. Insofern kann es nicht sein, dass sich ein Schüler weigert, seiner Lehrerin die Hand zu geben. Da greift auch die Religionsfreiheit nicht. Diese beinhaltet keinesfalls, Frauen zu diskriminieren.

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