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«Bin stolz, erleichtert und müde»

Der Oberländer Christoph Ammann ist in 124 Jahren erst der zweite Regierungsrat aus dem Oberhasli. Er sei stolz, sagt Ammann, dass er auch in den Städten gewählt worden sei.

Überschwengliche Freude bei der SP: Regierungsratskandidat Roberto Bernasconi (Mitte), gratuliert dem gewählten Christoph Ammann.
Überschwengliche Freude bei der SP: Regierungsratskandidat Roberto Bernasconi (Mitte), gratuliert dem gewählten Christoph Ammann.
Alessandro della Valle, Keystone
Der Meiringer Christoph Ammann (SP) wurde mit 182'476 Stimmen in der Berner Regierung gewählt. Lange war das Resultat offen. Erst der Wahlkreis Bern-Mittelland sorgt für den Sieg Ammanns.
Der Meiringer Christoph Ammann (SP) wurde mit 182'476 Stimmen in der Berner Regierung gewählt. Lange war das Resultat offen. Erst der Wahlkreis Bern-Mittelland sorgt für den Sieg Ammanns.
Andreas Blatter
Regierungsratswahlen: EVP-Grossrat Ruedi Löffel scherzt mit Heinz Siegenthaler (BDP).
Regierungsratswahlen: EVP-Grossrat Ruedi Löffel scherzt mit Heinz Siegenthaler (BDP).
Andreas Blatter
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Herr Ammann, wie geht es Ihnen?Ich habe ein lachendes und ein weinendes Auge. Letzteres, weil der zweite SP-Regierungssitz noch in Gefahr ist. Ansonsten bin ich aber erleichtert und auch etwas müde nach dem Wahlkampf. Jetzt freue ich mich auf ein kühles Getränk, das eine gelbe Farbe hat (lacht).

Lange hat es für Sie nicht gut ausgesehen. Haben Sie daran geglaubt, dass Sie die Wahl schaffen?Ich bin jemand, der sich bis zum Schluss für etwas einsetzt und an das Gelingen glaubt. Besonders erfreut bin ich über das Resultat in meinem Wahlkreis, im östlichen Oberland. Dort habe ich das beste Resultat gemacht. Das zeigt, dass die Leute, die mich kennen, mir ein solches Amt zutrauen.

Offenbar tun dies auch viele Wähler in den Städten.Ich bin stolz, dass ich als Berner Oberländer in den Städten gewählt wurde. Das zeigt, dass man meine Kandidatur sehr ernst genommen hat und dass man mir auch in den Städten zutraut, eine Brückenbauerfunktion einzunehmen.

Freude herrscht wohl auch im Oberland.Die Region war acht Jahre nicht in der Regierung vertreten. In meinem Amtsbezirk, dem Oberhasli, bin ich in 124 Jahren erst der zweite Regierungsrat.

Sind Sie sich der Bürde bewusst, die auf Ihren Schultern lastet?Das ist mir ansatzweise bewusst. Richtig erleben werde ich das wohl erst, wenn ich das Amt angetreten habe und die Verantwortung wirklich habe. Noch habe ich Zeit, mich auf das Amt als Regierungsrat vorzubereiten. Weil ich jemand bin, der mit Umsicht und der nötigen Vorbereitung wichtige Dinge angeht, werde ich an meinem ersten Arbeitstag als Regierungsrat bereit sein.

Welche Direktion wollen Sie übernehmen?Ich kann mir jede der sieben Direktionen vorstellen. Welche es sein wird, entscheidet der Gesamtregierungsrat.

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