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Briefliche Stimmabgabe ist beliebt

Die Wählerinnen und Wähler im Kanton Bern geben ihre Stimme gerne per Brief ab. Doch Vorsicht: Fehlt die Unterschrift, ist die Stimme ungültig.

In der Stadt Bern gingen bis Dienstagmittag 24'900 Wahlcouverts ein.
In der Stadt Bern gingen bis Dienstagmittag 24'900 Wahlcouverts ein.
Keystone

Die briefliche Stimmabgabe ist beliebt, hat aber ihre Tücken: Fehlt die Unterschrift auf dem Stimmausweis, war die Mühe für die Katz. Die Stimme ist dann ungültig. Das betonte Urs Lüthi, Leiter der Burgdorfer Einwohner- und Sicherheitsdirektion, im Gespräch. Wie viele ungültige Stimmen dieses Jahr bereits eingegangen sind, sagte er nicht. In Burgdorf haben bis Dienstag rund 25 Prozent der Stimmberechtigten gewählt.

Was das für die Wahlbeteiligung heisst, liess Lüthi offen. Generell sei die briefliche Stimmabgabe immer beliebter, zugleich gebe es immer weniger Abstimmungslokale. Wichtig für die Wahlbeteiligung seien aber auch Faktoren wie das Wetter am Wochenende. Sonnenschein begünstige den spontanen Spaziergang zum Wahllokal.

Generell zeigt sich bei der brieflichen Wahlbeteiligung im Kanton Bern ein uneinheitliches Bild. In der Stadt Bern gingen bis Dienstagmittag 24'900 Couverts ein, das entspricht etwa 28 Prozent der Stimmberechtigten. Vor vier Jahren waren es zum selben Zeitpunkt bloss 19'800 Couverts (knapp 24 Prozent).

Doch die Zahlen sind nur bedingt vergleichbar, wie Vizestadtschreiberin Monika Binz sagte. Das Wahlmaterial sei dieses Jahr aufgrund geänderter gesetzlicher Vorgaben eine Woche früher verschickt worden. Die Bernerinnen und Berner hatten also länger Bedenkzeit und konnten sich schon früher eine Meinung bilden.

Schwankende Zahlen

In Biel lagen am Dienstag 4850 Couverts von 15,5 Prozent der Stimmberechtigten vor. Das sind etwas mehr als vor vier Jahren, aber klar weniger als 2011, wie Vizestadtschreiber Julien Steiner sagte.

In Thun sind es 7402 Couverts gegenüber 8341 Couverts zum selben Zeitpunkt 2011. Bislang haben also 23 Prozent der Stimmberechtigten gewählt. Trotzdem geht Vizestadtschreiber Christoph Stalder davon aus, dass die Wahlbeteiligung am Schluss leicht höher liegen wird als 2015. Das sei aber seine persönliche Meinung, betont er.

Kantonsweit lag die Wahlbeteiligung vor vier Jahren bei 49,1 Prozent. In den letzten vierzig Jahren übertraf sie nur einmal knapp die 50-Prozent-Grenze, nämlich 2011.

SDA/ske

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