Zum Hauptinhalt springen

Die Privatspitäler verschärfen die Kritik

Nun wird Fundamentalkritik an der neuen Spitalliste laut: Die Indikatoren, mit denen der Kanton Qualität und Wirtschaftlichkeit misst, seien viel zu unzuverlässig, um daraus handfeste Konsequenzen abzuleiten.

Der Verteilkampf in der Spitalbranche ist voll entbrannt. Letzte Woche gab die Gesundheitsdirektion (GEF) den Entwurf der Spitalliste 2012 in die Anhörung – seither laufen die Drähte heiss. Wenn die Liste so bleibt, müssen mit Ausnahme der Insel fast alle Spitäler die eine oder andere Disziplin aufgeben. Stark betroffen ist die Hirslanden-Klinik Beau-Site in Bern, deren Herzchirurgie bedroht ist, sowie die Thuner Klinik Hohmad (siehe Kasten).

Die Spitalliste berücksichtigt neben technischen Anforderungen und der «Versorgungsnotwendigkeit» primär die Kriterien Qualität und Wirtschaftlichkeit. Wie diese zu messen sind, ist heftig umstritten. Der Kanton verwendet je einen Indikator: Die Wirtschaftlichkeit misst er anhand der durchschnittlichen Aufenthaltsdauer der Patienten, die Qualität anhand der «potenziell vermeidbaren Rehospitalisierungen» (Wiedereintritte) innert 30 Tagen nach Entlassung.

Um diesen Artikel vollständig lesen zu können, benötigen Sie ein Abo.