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«Ein Stück Dorfleben geht verloren»

Die Gemeinden dürfen Hochzeiten, Todesfälle und Geburten nicht mehr publizieren. Die neuen Regeln lösen Unmut aus.

Der 95.Geburtstag der Urgrossmutter, die Geburt im Nachbarhaus, die Heirat des ehemaligen Schulkollegen oder der Tod des Dorforiginals: Diese Meldungen hat das Leben geschrieben. Sie füllten bisher die Spalten in den Gemeindeblättern. Doch jetzt sucht man sie vergebens in den Postillen: Denn der Kanton hat seine Praxis geändert. Aus Datenschutzgründen hat er sich entschieden, bei der Revision des kantonalen Zivilstandswesens die Publikation von Geburten, Geburtstagen und Verstorbenen nicht zu regeln. Weil folglich die Rechtsgrundlage fehlt, sind die Publikationen unzulässig. Darüber wurden die Gemeindeverwaltungen schriftlich informiert.

Unverständnis ausgelöst

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