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Entlassener Bieler Spitaldirektor beschäftigt den Grossen Rat

Der Grosse Rat hat sich am Mittwoch mit dem Fall des fristlos entlassenen Bieler Spitaldirektors Paul Knecht auseinandergesetzt. Das Parlament machte Druck, damit die Regierung offene Fragen klärt und allenfalls nötige Konsequenzen zieht.

Spitalzentrum in Biel: Hier arbeitete der entlassene Direktor 25 Jahre lang.
Spitalzentrum in Biel: Hier arbeitete der entlassene Direktor 25 Jahre lang.
Bieler Tagblatt

Der Kanton verhalte sich in der Sache zu defensiv; der Gesundheits- und Fürsorgedirektor verstecke sich hinter Paragraphen und laufenden Untersuchungen, kritisierte das bürgerliche Lager im Rat. Er könne sich aus Gründen der Gewaltentrennung nicht zur Entlassung des Direktors äussern, hatte Perrenoud schon in der Vergangenheit mehrfach betont und tat es auch am Mittwoch im Grossen Rat.

Alle Fraktionen zeigten sich besorgt über die Vorkommnisse im Spitalzentrum Biel. Nun müssten aber zunächst einmal die Resultate der juristischen Untersuchungen abgewartet werden, hiess es bei verschiedenen Fraktionen.

Perrenoud gab im Rat bekannt, dass die Vorkommnisse im Verwaltungsrat extern untersucht worden seien. Die Resultate dieser Untersuchung würden in diesen Tagen ausgewertet und noch vor den Herbstferien bekannt gegeben. «Wir sind dran», betonte Perrenoud.

Der Grosse Rat überwies dennoch verschiedene Prüfungsaufträge an die Regierung mit dem Auftrag, die offenen Fragen zu klären und je nach Ergebnis sofort die nötigen Konsequenzen zu ziehen.

Behörden ermitteln, Knecht klagt

Der Verwaltungsrat der Spitalzentrum Biel AG hatte Knecht im Februar 2009 fristlos entlassen. Als Begründung wurden Unregelmässigkeiten bei Spesen und Abgeltungen des Direktors angeführt. Knecht selber hat stets betont, er sei sich keiner Fehler bewusst und könne die Vorwürfe lückenlos widerlegen.

Das zuständige Untersuchungsrichteramt ermittelt im Fall wegen Vermögensdelikten. Knecht selber hat eine millionenschwere Klage gegen die Spitalverantwortlichen eingereicht.

Unterdessen wurden allerdings auch wachsende Spannungen und Schwierigkeiten im Verwaltungsrat ruchbar. Der Kanton hat eine externe Überprüfung angeordnet und beschlossen, der Verwaltungsrat des Spitalzentrums sei vorerst nur für sechs Monate wiederzuwählen.

SDA/met

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