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Frauen im Kanton Bern verdienen weiterhin weniger als Männer

Bei der Gleichstellung von Frau und Mann hat der Kanton Bern Fortschritte gemacht. So haben Frauen bei der Bildung stark aufgeholt. In Führungsetagen sind sind aber nach wie vor klar untervertreten. Deutliche Unterschiede gibt es auch bei den Löhnen.

Bei jedem Anforderungsniveau verdienen Frauen im Kanton Bern weniger als Männer.
Bei jedem Anforderungsniveau verdienen Frauen im Kanton Bern weniger als Männer.
Tomas Wüthrich

Eine Frau verdiente 2008 im Kanton Bern über 1000 Franken weniger als ein Mann, wie aus der neuen Broschüre der kantonalen Fachstelle für die Gleichstellung von Frauen und Männern hervorgeht. Im Durchschnitt kamen die Frauen auf einen Monatslohn von 4953 Franken, die Männer auf 6039 Franken.

Bei jedem Anforderungsniveau verdienen Frauen weniger als Männer, wie die Autoren der Broschüre schreiben. Am grössten ist die Differenz jedoch bei den Arbeiten mit höchsten Anforderungen. Hier liegt der monatliche Frauenlohn im Schnitt 2000 Franken unter dem Männerlohn.

Aktivere Väter als früher

Die Mehrheit der erwerbstätigen Frauen arbeitet heute Teilzeit, oft in kleinen Pensen. Die Mehrheit der Männer arbeitet zwar Vollzeit, doch steigt der Teilzeit-Anteil bei ihnen. Für die Autoren der Broschüre zeigt dies, dass viele Männer ihre Vaterrolle aktiver wahrnehmen als früher.

Frauen würden aber nach wie vor die Hauptverantwortung für die Familienarbeit übernehmen, heisst es in der Publikation. Deshalb hätten sie weniger Karrierechancen als Männer.

Auch in der bernischen Politik sei es nicht gelungen, den Frauenanteil nachhaltig zu erhöhen. Die Autoren verweisen auf den Frauenanteil von lediglich 26,3 Prozent bei den letzten Grossratswahlen.

Im Vergleich mit anderen Kantonen liegt Bern bei der Gleichstellung aber immerhin im vorderen Mittelfeld. Spitzenreiter sind die Stadtkantone Genf und Basel-Stadt, gefolgt von den Westschweizer Kantonen.

SDA/met

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