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Gebäudeversicherung kann Kunden 25 Millionen Franken auszahlen

Die neu strukturierte Gebäudeversicherung Bern (GVB) vermeldet am Freitag dank wenig Schäden 2012 ein gutes Versicherungsjahr.

Die neu strukturierte Gebäudeversicherung Bern (GVB) vermeldet am Freitag dank wenig Schäden 2012 ein gutes Versicherungsjahr.
Die neu strukturierte Gebäudeversicherung Bern (GVB) vermeldet am Freitag dank wenig Schäden 2012 ein gutes Versicherungsjahr.
zvg

Die neu strukturierte Gebäudeversicherung Bern (GVB) blickt auf ein gutes Versicherungsjahr 2012 mit wenig Schäden zurück. Den Kunden wird erstmals seit 2007 wieder eine Überschussbeteiligung gewährt. Der erwirtschaftete Gewinn beträgt 8,7 Millionen Franken.

Ueli Winzenried, Vorsitzender der GVB-Geschäftsleitung, sprach am Freitag vor den Medien in Bern von einem «sehr guten Versicherungsjahr».

So konnte nicht nur der Gewinn im Vergleich zum Vorjahr um über 50 Prozent gesteigert werden, sondern die GVB erzielte auch ein erfreuliches Kapitalergebnis von 60,1 Millionen Franken. Die Überschussbeteiligung erhalten die Kunden mit der nächsten Jahresrechnung ausbezahlt.

Ein Grund für das gute Ergebnis ist der Schadenverlauf. Zum dritten Mal in Folge blieb die GVB vor schweren Elementarschäden weitgehend verschont. Die Gesamtschadensumme beträgt 67,4 Millionen Franken. Sie liegt damit zwar knapp über dem Vorjahr, aber immer noch deutlich unter dem Zehnjahresdurchschnitt von rund 134 Millionen Franken.

Besonders tief fielen letztes Jahr die Feuerschäden im Kanton Bern aus. Die Schadenssumme von 38,4 Millionen Franken ist die tiefste seit 20 Jahren.

Sorgen bereitet der GVB allerdings die Häufung von Bränden an landwirtschaftlichen Gebäuden, wie Winzenried darlegte. 40 Prozent aller Brände passierten letztes Jahr bei den Bauern. Die Versicherung hat nun eine Präventionskampagne gestartet.

Neu: Selbständige Tochtergesellschaften

2012 war zudem geprägt vom Aufbau einer neuen Struktur bei der GVB. Mit dem Segen des Kantonsparlaments kann die Gebäudeversicherung über zwei eigenständige Tochtergesellschaften neu Zusatzversicherungen und Nebentätigkeiten anbieten.

Die Tochtergesellschaften GVB Privatversicherungen AG und GVB Services AG seien vom Monopolbereich der obligatorischen Grunddeckung klar getrennt, versicherten die Verantwortlichen vor den Medien. Die GVB erfülle damit die wettbewerbsrechtlichen Vorgaben.

Mit den neuen Tochtergesellschaften sei man auf Kurs, das Interesse bei der Kundschaft sei da - mehr an Geschäftszielen wurde an der Bilanz-Medienkonferenz nicht preisgegeben. GVB-Chef Winzenried liess aber durchblicken, dass er von den Töchtern rasche Gewinnablieferung erwarte.

Höhere Eintrittsschwelle für GVB

An Herausforderungen für die Zukunft mangelt es der GVB nicht. Mit höherem Rückstellungsbedarf und «massiv» höheren Rückversicherungsprämien trägt sie nun die Konsequenzen der grossen Schadenjahre 2005, 2007 und 2009, wie Patrick Lerf, der Leiter Finanzen, erläuterte.

Auch die Grossschadengrenze in der interkantonalen Risikogemeinschaft aller Gebäudeversicherungen steigt an. Das heisst: Die Eintrittsschwelle für die GVB in diesen Schadenpool verdoppelt sich fast. Sie muss damit für mehr Schäden selber aufkommen. Grund für die schrittweise Erhöhung ist das vergleichsweise grosse Schadenpotenzial im Kanton Bern.

SDA/toc

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