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GVB senkt Prämien um 17 Prozent

2016 war für die Berner Gebäudeversicherung (GVB) ein relativ ruhiges Jahr. Davon profitieren die Versicherten. Sie erhalten 2018 eine Prämienreduktion im Umfang von 17 Prozent.

Die Berner Gebäudeversicherung erzielte 2016 einen Überschuss von 30 Millionen Franken.
Die Berner Gebäudeversicherung erzielte 2016 einen Überschuss von 30 Millionen Franken.
zvg

Dank dem Ausbleiben grosser Unwetter musste die Berner Gebäudeversicherung (GVB) 2016 deutlich weniger Schäden decken als in Durchschnittsjahren. Die Versicherten erhalten eine Überschussbeteiligung von 30 Millionen Franken - in Form einer Prämiensenkung von 17 Prozent für 2018.

Die Gesamtschadensumme betrug im letzten Jahr 61,1 Millionen Franken. Das sind 8,3 Millionen weniger als 2015 (69,4 Millionen) und halb so viel wie die durchschnittlichen Schadenssumme der letzten 20 Jahre (120 Millionen), wie die GVB am Freitag mitteilte.

Gleichzeitig konnte die GVB mit ihren Kapitalanlagen eine «ansprechende Rendite» erwirtschaften, dies vor allem dank der Immobilien, die im schwierigen Zinsumfeld eine solide Anlagekategorie darstellten. Das Kapitalergebnis beträgt 23,1 Millionen Franken (2015: 24,7 Millionen), der konsolidierte Gewinn beläuft sich auf 8,8 Millionen Franken (7,6 Millionen).

Die Kunden erhalten eine Überschussbeteiligung von 30 Millionen Franken (2015: 25 Millionen) in Form einer Prämienreduktion für 2018 von rund 17 Prozent gutgeschrieben.

Die tiefen Schadenssummen dürften aber nicht darüber hinwegtäuschen, «dass der Kampf gegen den Klimawandel weitergeht»: 2016 sei das heisseste Jahr seit Messbeginn 1880 gewesen. Die Zahl extremer Wetterereignisse wie Hitzewellen, Stürme oder Hurrikane nehme zu, warnt die GVB.

Monopol unter Druck

2016 führte die GVB zudem eine Umfrage bei 1500 Kundinnen und Kunden durch und erhielt dabei gute Noten, wie es in der Mitteilung weiter heisst. Gelobt worden sei insbesondere die «rasche und zuverlässige Schadensbearbeitung».

Das Monopol der 1807 gegründeten GVB - sie versichert 400'000 Gebäude im Kanton Bern gegen Feuer- und Elementarschäden - kommt jedoch im Kantonsparlament unter Druck. In einem Vorstoss fordern Politiker von SVP und Mitteparteien mehr Wettbewerb im Gebäudeversicherungsmarkt.

In sieben Kantonen werden Elementarschäden auch von privaten Versicherern angeboten. Die Berner Regierung will aber nicht am Monopol rütteln, wie sie Mitte März klar machte. Die GVB-Prämien seien 20 bis 50 Prozent tiefer als diejenigen in monopolfreien Kantonen. Dies, weil die GVB weder Kunden akquirieren noch Geld für Werbung ausgeben müsse.

SDA

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