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Gefangen im Bann des Wachstums

Jahrelang lieferten sich Befürworter und Gegner eine rustikale Auseinandersetzung um die Grindelwalder V-Bahn. Jetzt steht das Vorhaben der Jungfraubahnen kurz vor Baubeginn. Doch die Wunden in den Köpfen sind nicht verheilt.

Fast wie ein heiliger Berg: Touristen blicken entrückt hoch zum Jungfraujoch, das von den Jungfraubahnen erschlossen wird – und die Jungfrauregion dem frenetischen Takt der Globalisierung aussetzt.
Fast wie ein heiliger Berg: Touristen blicken entrückt hoch zum Jungfraujoch, das von den Jungfraubahnen erschlossen wird – und die Jungfrauregion dem frenetischen Takt der Globalisierung aussetzt.
Tim Graham (Getty Images)

Wenn Urs Kessler (56), CEO der Jungfraubahnen, in seinem Büro in Interlaken am Besprechungstisch sitzt, hat sein Oberkörper meist etwas Vorlage. Als zöge sein Kopf schon in die Zukunft, während die Beine zurückgebunden bleiben in der Gegenwart.

Er fühle sich wie «auf Kilometer 42 eines Marathons», sagt er, nur noch ein kurzer Effort. Das Ziel: der Bau der V-Bahn, eine von den Jungfraubahnen aus eigenen Mitteln finanzierte Investitionsspritze von 470 Millionen Franken in die Jungfrauregion, die zwei Ideen kombiniert: einerseits den (unbestrittenen) Ersatz der altersschwachen Gondelbahn von Grindelwald auf den Männlichen.

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