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Geringere Ozonbelastung im Sommer 2012

Die Grenzwerte für Ozon wurden im Kanton Bern im vergangenen Sommer seltener überschritten als in den Jahren zuvor. Doch dies liegt weniger an der sauberen Luft.

Schwankungen bei der Ozonbelastung widerspiegeln in erster Linie die Wetterentwicklung: Bei bewölktem Himmel sinken die Ozonwerte.
Schwankungen bei der Ozonbelastung widerspiegeln in erster Linie die Wetterentwicklung: Bei bewölktem Himmel sinken die Ozonwerte.
Keystone

Bernerinnen und Berner haben in diesem Sommer weniger Ozon eingeatmet als auch schon. Das zeigen die Messungen des Kantons Bern. Vor allem im Jura und im Berner Oberland wurden die Grenzwerte deutlich weniger häufig als in anderen Jahren überschritten.

Im Berner Mittelland war die Ozonbelastung im Sommer 2012 laut einer Mitteilung der kantonalen Volkswirtschaftsdirektion vergleichbar mit derjenigen im Sommer 2011.

Im Jura und im Berner Oberland registrierten die Behörden hingegen im Vergleich mit dem Vorjahr nur halb so viele Überschreitungen des Grenzwerts von 120 Mikrogramm Ozon pro Kubikmeter. Die Belastungsspitzen im Jura und im Berner Oberland fielen ebenfalls deutlich geringer aus als in den Vorjahren.

Gemäss Luftreinhalteverordnung dürfte der Grenzwert jedoch nur einmal pro Jahr überschritten werden.

Stets unter der Schwelle von 180 Mikrogramm

Der höchste Stundenmittelwert wurde mit 174 Mikrogramm in der letzten Juliwoche bei Temperaturen von über 30 Grad in Etzelkofen gemessen. Selbst während der Hitzeperiode Mitte August wurden dort - im Gegensatz zur Westschweiz - keine so hohen Belastungen mehr erreicht.

Damit wurde 2012 die Schwelle von 180 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft, ab welcher die Bevölkerung gemäss Konzept der Bau-, Planungs- und Umweltdirektorenkonferenz verstärkt informiert wird, wie schon im Vorjahr nicht überschritten.

Öfter bewölkt

Ozon entsteht aus Stickoxiden (NOx) und flüchtigen organischen Verbindungen bei starker Sonneneinstrahlung. Schwankungen der Belastung widerspiegeln deshalb in erster Linie die Wetterentwicklung.

So ist die gegenüber den Vorjahren geringere Ozonbelastung im Jura und im Oberland in erster Linie auf räumlich differenzierte Bewölkungs- und Niederschlagsverhältnisse zurückzuführen.

Ozon aus Asien gelangt nach Europa

Da das Ozon und seine Vorläuferschadstoffe über weite Strecken transportiert werden, beeinflussen kurzfristige Aktionen die Luftqualität nur beschränkt. Für eine wirksame Reduktion der Ozonbelastung sind laut der Mitteilung langfristige Vorkehrungen notwendig.

Im Rahmen des Plans zur Luftreinhaltung setzt der Kanton Bern verschiedene Massnahmen um. So fördert er umweltfreundliche Verkehrsformen.

Der Kanton Bern spricht von einem Trend zu einem geringfügigem Rückgang des Ozons. Es seien aber vermehrt internationale Anstrengungen nötig, weil Ozon in den letzten Jahren vermehrt aus asiatischen Ländern nach Europa gelangt sei.

SDA/tag

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