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Grosser Rat zufrieden mit Aufsicht über Gemeindearchive

Das Berner Kantonsparlament sieht keinen Handlungsbedarf, um den Zugang von ehemaligen Verdingkindern zu Gemeindearchiven zu verbessern.

Yvonne Pfäffli vom Stadtarchiv (links) und Ester Meier vom Amt für Erwachsenen- und Kindesschutz der Stadt Bern blättern im Stadtarchiv in alten Unterlagen. Sie betreuen ehemalige Verdingkinder bei der Akteneinsicht.
Yvonne Pfäffli vom Stadtarchiv (links) und Ester Meier vom Amt für Erwachsenen- und Kindesschutz der Stadt Bern blättern im Stadtarchiv in alten Unterlagen. Sie betreuen ehemalige Verdingkinder bei der Akteneinsicht.
Stefan Anderegg

Die Lysser Grossrätinnen Margrit Junker Burkhard (SP) und Christine Schnegg-Affolter (EVP) hatten auf die Probleme geltend gemacht, die manche Betroffene von fürsorgerischen Zwangsmassnahmen bei der Aufarbeitung ihrer Lebensgeschichte hätten.

Je mehr Zeit vergehe, desto schwieriger sei es für die ehemaligen Verdingkinder, überhaupt noch Akten zu ihrem Fall in Archiven zu finden. Manche Gemeinden seien mit der Archivierung überfordert. Der Kantone sollte sie engmaschiger begleiten.

Regierungsrat Christoph Neuhaus entgegnete, Aufsicht und Kontrolle über die Gemeindearchive sei heute bereits klar geregelt. Zuständig seien die Regierungsstatthalter, und diese überprüften die Archivführung in den Gemeinden regelmässig.

Sollte ein Betroffener bei der Gemeinde abblitzen, solle er sich an den Statthalter wenden – oder gleich an ihn als zuständiger Regierungsrat, sagte Neuhaus und nannte gleich seine Mail-Adresse und seine direkte Telefonnummer.

Der Rat überwies die Motion, schrieb sie aber zugleich mit 86 zu 50 Stimmen ab.

SDA/mb

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