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Grossratskommission setzt sich für Französischunterricht ein

In den Primarschulen aller Deutschschweizer Kantonen soll eine zweite Landessprache unterrichtet werden. Das fordert die Bildungskomission des Grossen Rats in einer Motion.

Die Bildungskomission des Grossen Rats fordert, dass in den Primarschulen aller Deutschschweizer Kantonen eine zweite Landessprache unterrichtet wird.
Die Bildungskomission des Grossen Rats fordert, dass in den Primarschulen aller Deutschschweizer Kantonen eine zweite Landessprache unterrichtet wird.
Stefan Anderegg

Der Berner Regierungsrat soll sich dafür einsetzen, dass in den Primarschulen aller Deutschschweizer Kantonen eine zweite Landessprache unterrichtet wird. Das verlangt die Bildungskommission des Grossen Rats in einer Motion.

Die Motion ist vom Büro des Grossen Rats für dringlich erklärt worden und wird deshalb bereits im Januar 2015 behandelt. Das teilte der Grosse Rat am Dienstag mit. Hintergrund des Vorstosses ist, dass es Bestrebungen einiger Deutschschweizer Kantone gibt, Französisch als Fremdsprache erst auf der Oberstufe einzuführen.

Das widerspricht nach Ansicht der Bildungskommission der 2004 von der Schweizerischen Konferenz der kantonalen Erziehungsdirektoren (EDK) verabschiedeten Sprachenstrategie. Diese sieht vor, dass eine erste Fremdsprache ab dem 3. und eine zweite Fremdsprache spätestens ab dem 5. Schuljahr unterrichtet wird.

Ob zuerst eine Landessprache oder Englisch unterrichtet wird: Das können die Kantone selber entscheiden.

Als zweisprachiger Kanton hat Bern nach Ansicht der Kommission ein Interesse und die Verantwortung, sich für das Französische in der Primarschule zu engagieren. Sie will mit dem Vorstoss ein Zeichen für den Französischunterricht an der Primarstufe in der Deutschschweiz setzen.

Der Regierungsrat soll laut der Mitteilung mit der Motion verpflichtet werden, sich «im Rahmen seiner Möglichkeiten» für den Unterricht einer zweiten Landessprache einzusetzen.

Erst vor ein paar Tagen, Ende Oktober, hat sich die EDK hinter die Sprachenstrategie von 2004 gestellt - allerdings nicht einstimmig. Die EDK zählte zwei Gegenstimmen.

SDA/lub

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