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In Zukunft sind mehr Leute auf Sozialhilfe angewiesen

Am 1. April 2011 treten die neuen Bestimmungen des Arbeitslosenversicherungsgesetzes in Kraft. Dies wirkt sich auf die Sozialdienste im Kanton Bern aus. Die Gesundheits- und Fürsorgedirektion rechnet mit einer Zunahme von 350 bis 400 Personen, die sofort auf die Sozialhilfe angewiesen sein werden.

Arbeitslose, aber erwerbsfähige Bürger sollen trotzdem arbeiten können. Dies fordert die kantonale Gesundheits- und Fürsorgedirektion.
Arbeitslose, aber erwerbsfähige Bürger sollen trotzdem arbeiten können. Dies fordert die kantonale Gesundheits- und Fürsorgedirektion.
Keystone

Der Kanton Bern geht davon aus, das mit dem Inkrafttreten der neuen Bestimmungen 1200 bis 1500 Bezüger von Arbeitslosengeldern auf einen Schlag ausgesteuert werden.

Zur Abfederung dieser negativen Auswirkungen soll den Gemeinden ermöglicht werden, die Zahl der Plätze in den Beschäftigungs- und Integrationsprogrammen befristet zu erhöhen. Dies teilte die Gesundheits- und Fürsorgedirektion des Kantons Bern am Donnerstag mit.

70 zusätzliche Jahresarbeitsplätze

Die Gemeinden werden ermächtigt, bei Bedarf im Rahmen von zusätzlichen sechs Prozent der Mittel Jahresplätze bereitzustellen. Der offiziell bewilligte Kredit für die Beschäftigungs- und Integrationsangebote in der Sozialhilfe von rund 26 Millionen Franken wird mit dieser Massnahme maximal ausgeschöpft. Insgesamt können 70 Jahresarbeitsplätze zusätzlich bereitgestellt werden. Mehr als 140 Sozialhilfebeziehende können bis Ende Jahr davon profitieren.

Durch die Aufstockung sollen die Gemeinden nicht neue Strukturen aufbauen, sondern die bestehenden Angebote ausbauen. Die Beschäftigungs- und Integrationsprogramme dienen dazu, arbeitslose, jedoch erwerbsfähige Bezügerinnen und Bezüger von Sozialhilfe wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. Die Angebote werden von den Gemeinden bereitgestellt und von Kanton und Gemeinden hälftig finanziert.70

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