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Inselspital wendet den umstrittenen Bluttest an

Das Inselspital setzt ab Mitte August einen neuen Bluttest ein. Er erlaubt es Schwangeren, risikolos festzustellen, ob ihr Kind das Downsyndrom hat.

Ein einfacher Bluttest kann künftig feststellen, ob ein ungeborenes Kind das Downsyndrom hat. Die einen sind begeistert, die anderen alarmiert.
Ein einfacher Bluttest kann künftig feststellen, ob ein ungeborenes Kind das Downsyndrom hat. Die einen sind begeistert, die anderen alarmiert.
Fotolia

Werdende Eltern, die wissen wollen, ob ihr Kind Trisomie 21 hat, mussten bisher eine Fruchtwasserpunktion machen. Das ist gefährlich: In einem bis zwei von zweihundert Fällen verliert die Mutter das Kind.

Die Konstanzer Firma Lifecodexx hat nun eine Methode entwickelt, mit der sie aus dem Blut der Mutter herauslesen kann, ob das Ungeborene Trisomie 21 hat. Kinder mit dem sogenannten Downsyndrom sind geistig leicht behindert und körperlich beeinträchtigt. Die Frauenklinik des Berner Inselspitals will den neuen Bluttest ab Mitte August anwenden, wie das «Regionaljournal Bern Freiburg Wallis» gestern berichtete. Doch es gibt Vorbehalte: «Der Test ist nicht so aussagekräftig wie eine Fruchtwasserpunktion», sagt Sabina Gallati. Sie leitet die Abteilung für Humangenetik am Inselspital, welche Eltern in der Schwangerschaft berät. Studien zeigten, dass der Bluttest in einem Prozent der untersuchten Fälle eine Trisomie 21 angab, die sich später nicht bestätigte. «Deshalb müssen Schwangere in diesem Fall weiterhin eine Fruchtwasserpunktion machen.» Noch gar keine Antwort habe man auf die Frage, wie oft der Test Entwarnung gebe, obwohl vielleicht doch eine Chromosomenstörung vorliege, sagt Gallati.

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