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Kanton beharrt auf Deponie in Thierachern

Der Kanton Bern hält an seinen Plänen für eine Deponie in Thierachern fest, will aber den Kritikern entgegenkommen.

Viel Platz für eine neue Deponie: Im Eyacher in Thierachern soll trotz Widerstand eine Aushubdeponie entstehen.
Viel Platz für eine neue Deponie: Im Eyacher in Thierachern soll trotz Widerstand eine Aushubdeponie entstehen.
Marc Imboden

Das machten Kantonsvertreter an einem ersten Runden Tisch deutlich, wie die Direktion von Regierungsrat Christoph Neuhaus (SVP) am Donnerstag mitteilte. Die Gemeindeversammlung von Thierachern hatte sich im September 2012 knapp gegen die Deponie ausgesprochen. Sieben Stimmen gaben den Ausschlag. Der Kanton lässt sich aber nicht beirren und beruft sich auf übergeordnetes kantonales Recht.

In der Deponie soll sauberes Aushubmaterial gelagert werden, das beim Bau von Strassen und Häusern anfällt. In der Region Thun fehle ein solcher Ort, macht der Kanton geltend.

In Thierachern ist man vor allem um die Sicherheit auf der Kantonsstrasse im Oberdorf besorgt, wie sich laut Kanton am Runden Tisch zeigte. Die Diskussion sei «kritisch, aber konstruktiv» verlaufen.

Weiterer runder Tisch geplant

Die Kantonsvertreter hätten das Bedürfnis nach sichereren Schulwegen zur Kenntnis genommen. Umgekehrt habe man der Bevölkerung deutlich gemacht, dass es nicht für alle heiklen Verkehrsstellen Lösungen gebe, die rasch und günstig umsetzbar seien.

Das kantonale Tiefbauamt werde nun Lösungsvorschläge für die Verkehrsfragen «weiter konkretisieren», heisst es im Communiqué. Parallel dazu werde das Amt für Gemeinden und Raumordnung die «Optimierungen» für den Deponiebetrieb und die Rekultivierung vorantreiben.

Die Ergebnisse sollen im Dezember an einem weiteren Runden Tisch präsentiert werden. Auf dieser Grundlage soll nächstes Jahr das Planerlassverfahren für die Aushubdeponie erfolgen.

SDA/tan

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