Kanton Bern schliesst Olympia-Dossier

Kurz nach dem Nein der Walliser Stimmbevölkerung zu Sion 2026 hat der Kanton Bern seine Vorbereitungsarbeiten per sofort eingestellt. Das Kandersteger Ja ist obsolet.

Enttäuschung bei den Olympia-Befürwortern.

Enttäuschung bei den Olympia-Befürwortern.

(Bild: Keystone)

Der Kanton Bern stellt seine Vorbereitungsarbeiten für Olympia 2026 per sofort ein. Er zieht damit die Konsequenzen aus dem Nein der Walliser Stimmbevölkerung, wie die bernische Volkswirtschaftsdirektion am Sonntag mitteilte.

In Bern und Biel hätten die Eishockeyturniere stattfinden sollen, in Kandersteg die nordische Kombination und das Skispringen auf der Normalschanze. Die Kandersteger Gemeindeversammlung gab dafür am Freitagabend mit überwältigendem Mehr einen Infrastruktur-Kredit frei. Der Beschluss ist nun bereits obsolet.

Kantonsweit war eine Abstimmung über den Olympia-Kredit im kommenden Februar geplant. Für Unruhe sorgte zuletzt eine Debatte rund um die Sicherheitskosten. Dass die ursprünglich geschätzten 10 Millionen Franken reichen würden, wurde angezweifelt.

Strafanzeige noch hängig

Hohe Wellen warf im Mai ein Artikel in der «SonntagsZeitung». Der Regierungsrat reagierte darauf ungewohnt heftig und wies den Vorwurf vehement zurück, er verschweige höhere Sicherheitskosten aus Rücksicht auf die Abstimmung im Wallis.

Zugleich reichte der Regierungsrat Strafanzeige ein: Er möchte wissen, wer die Zeitung mit Informationen über sein vertrauliches Olympia-Gespräch mit den beiden Berner Ständeräten versorgt hatte. Die Strafanzeige ist nun das Einzige, was in Sachen Olympia im Kanton Bern noch nicht erledigt ist.

tag/sda

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