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Kanton knausert bei Steuerabzügen

In Bern können Eltern vergleichsweise wenig Kosten bei den Steuern abziehen, wenn sie Betreuungsangebote wie Kitas nutzen. Die Folge: Müttern fehlt der Anreiz, in höheren Pensen zu arbeiten.

Mehr arbeiten? Lohnt sich nicht. Wenn eine Mutter überlegt, ihr Arbeitspensum zu erhöhen, dann sollte sie es sich gut überlegen. Unter Umständen ist es vernünftiger, wenn sie zu Hause bleibt. Sie hat mehr Zeit für die Kinder. Mehr Zeit für sich. Und vielleicht sogar mehr Geld auf dem Konto.

«Unser Steuersystem benachteiligt arbeitende Mütter», sagt FDP-Grossrat Philippe Müller (Stadt Bern). In einer Motion fordert er, dass Familien, die ihre Kinder zum Beispiel in eine Kita geben, einen grösseren Teil der Kosten von den Steuern abziehen können. Bisher liegt die Limite bei 3100 Franken pro Jahr und Kind – das entspricht in etwa den Kosten für einen Tag Kita pro Woche. Geht es nach Müller, soll der Kanton diese Limite stark erhöhen. Auf 6000 Franken vielleicht, oder 10'500, wie bei den Bundessteuern.

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