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Kanton lässt Hochwassergefahr auf Bödeli untersuchen

Der Kanton Bern will wissen, ob in der Region Interlaken auch nach der Realisierung von Hochwasserschutzbauten nach den Überschwemmungen von 2005 ein Schutzdefizit besteht. Deshalb hat er die Studie «Hochwasserschutz Aare Bödeli» in Auftrag gegeben.

Soll überprüft werden: Das Bödeli bei Interlaken.
Soll überprüft werden: Das Bödeli bei Interlaken.
Sibylle Hunziker

Die Ergebnisse der Studie werden laut einer Mitteilung der kantonalen Bau-, Verkehrs- und Energiedirektion (BVE) voraussichtlich im Frühling 2011 vorliegen. Falls sich zeigt, dass die Region Interlaken noch ungenügend vor Hochwasser geschützt ist, arbeiten die Fachleute anschliessend Lösungen aus.

Die Untersuchungen werden von kantonalen und eidgenössischen Fachstellen sowie von der Regionalen Führungsorganisation unterstützt. Vertreter der Gemeinden auf dem sogenannten Bödeli und der BLS-Schifffahrt werden die Studienarbeiten begleiten.

Wasserbauingenieur Oliver Hitz vom zuständigen Oberingenieurkreis 1 der BVE sagte auf Anfrage, die Studien würden erst fünf Jahre nach dem Hochwasser von 2005 gestartet, weil bisher vor allem an der Lütschine gearbeitet worden sei. Das habe die Kräfte absorbiert. Nun gelte es, auch die Situation entlang Aare und Brienzersee eingehend zu analysieren.

2005 trat die Lütschine bei Wilderswil über die Ufer und setzte weite Teile des Bödeli unter Wasser. In der Folge wurden - auch wegen der Gefahr durch den Grindelwalder Gletschersee - an zahlreichen Orten am Bett der Lütschine Verbauungen vorgenommen. In Bönigen wurde etwa auch eine Brücke angepasst.

Seit 2005 hätten Gemeinden, Kanton und Bund auf dem Bödeli «grob geschätzt» für fünf bis zehn Millionen Franken Hochwassserschutzbauten errichtet, so Hitz.

(SDA)

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