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Kantonsparlament will einheitliche Studiengebühren

Der bernische Grosse Rat hat dem Regierungsrat den Auftrag erteilt, bei den Studiengebühren für Universitäten und Fachhochschulen Einheitlichkeit zu schaffen. Die Parteizugehörigkeit spielte beim Entscheid eine untergeordnete Rolle.

86 Ratsmitglieder stimmten am Mittwoch für die Überweisung des Vorstosses, 47 dagegen. Die Parlamentsfraktionen stimmten alles andere als geschlossen. Der Regierungsrat soll nun gemäss dem Willen der Grossratsmehrheit die nötigen gesetzlichen Änderungen vornehmen.

Eingereicht hatte den Vorstoss Hans-Jörg Pfister (FDP/Zweisimmen). Er störte sich an einer neuen Direktionsverordnung, welche ihm zufolge die Gebühren für einzelne Lehrgänge der höheren Berufsbildung massiv steigen liess. Das schwäche die handwerklichen Berufe und schaffe eine Zweiklassen- Gesellschaft.

«Unterschiede zulässig»

Der Regierungsrat wehrte sich gegen die Überweisung des als Motion eingereichten Vorstosses. Die neue Gebührenregelung habe die Erziehungsdirektion nach Konsultation von Berufsverbänden und den Berner KMU beschlossen. In einzelnen gewerblichen Berufen und im kaufmännischen Bereich seien die Gebühren gesunken.

Gebührenunterschiede seien zulässig, weil beispielsweise Absolventen der höheren Berufsbildung einen direkten wirtschaftlichen Nutzen erzielten, während das Universitätsstudium eine Grundbildung auf Tertiärstufe darstelle. Auch seien viele Angebote der höheren Berufsbildung berufsbegleitend.

Pfisters Vorstoss wurde schliesslich als Postulat überwiesen.

Gegen den Willen der Regierung überwies der Grosse Rat am Mittwoch dann auch einen Vorstoss von Andreas Blaser (SP/Steffisburg) ebenfalls zu Studiengebühren. Er verlangt die Harmonisierung der Studiengebühren von Bildungsangeboten, welche Berufsmittelschüler zur Universität führen.

Bessere Durchlässigkeit

Blaser bezieht in seinen Vergleich sowohl staatliche wie private Einrichtungen ein. So schreibt er, der Besuch der Pädagogischen Hochschule koste pro Semester 600 Franken, der Unterricht an der Feusi-Schule hingegen 5300 Franken.

Solche «Passerellen» stellten ein wichtiges Bildungsangebot dar und verbesserten die Durchlässigkeit des Bildungssystems, so Blaser.

SDA

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