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Kein Mineralwasserverbot für Berner Kantonsangestellte

Drei Grossratsmitglieder fordern ein Mineralwasserverbot für Kantonsangestellte. Mit 77 zu 66 Stimmen lehnte das Kantonsparlament den Vorstoss ab.

Aus ökologischen Gründen sollte Mineralwasser aus Berner Amtsstuben verdrängt werden. (Symbolbild)
Aus ökologischen Gründen sollte Mineralwasser aus Berner Amtsstuben verdrängt werden. (Symbolbild)
iStock

Die Angestellten des Kantons Bern dürfen bei ihrer Arbeit weiterhin Mineralwasser trinken. Sie müssen nicht auf Hahnenwasser ausweichen. Der bernische Grosse Rat hat es am Mittwoch abgelehnt, der Kantonsregierung zu diesem Thema einen Auftrag zu erteilen.

Mit 77 zu 66 Stimmen bei 3 Enthaltungen lehnte das Kantonsparlament einen Vorstoss von drei grünen Grossratsmitgliedern ab, welche einen kantonalen Erlass forderten. Die Ratsmehrheit war der Auffassung, ein solches Mineralwasserverbot wäre unverhältnismässig und würde den Mineralwasser-Abfüllern schaden.

Einen solchen Anbieter gebe es auch im Kanton Bern, hiess es im Rat, nämlich in Adelboden. Ein Mineralwasserverbot in Berner Amtsstuben würde ein starkes Zeichen zuungunsten dieses Wirtschaftszweigs aussenden. Es stünden Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Die Vorstösser hatten mit den ökologischen Vorteilen des Hahnenwassers argumentiert. Hahnenwasser bereitzustellen, benötige 1000-mal weniger Energie, als wenn Mineralwasser aufgetischt werde, sagte Motionär Hasim Sancar (Bern). Es gehe um den Klimaschutz.

Im Rat wurde auch darauf hingewiesen, dass Stadt Bern und Universität Bern 2013 bekanntgaben, sie setzten künftig an Sitzungen auf Hahnenwasser. Auch die Stadt Zug beschloss 2015, primär auf Hahnenwasser zu setzen. Sancar und ein Grossratskollege waren schon 2016 im Grossen Rat mit einem identischen Vorstoss gescheitert.

SDA/tag

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