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Kritische Fragen zur BLS-Werkstätte

Die BLS gehöre mehrheitlich dem Kanton Bern, deshalb gehöre die neue zentrale BLS-Werkstätte auf die politische Agenda: Vier SVPler verlangen von der Regierung detaillierte Auskünfte zum Grossprojekt in Riedbach.

Bedrohte Existenz: Anni und Andreas Kohler vor ihrem Bauernhof im Weiler Buech im Westen der Stadt Bern.
Bedrohte Existenz: Anni und Andreas Kohler vor ihrem Bauernhof im Weiler Buech im Westen der Stadt Bern.
Urs Baumann
Bauer Andreas und Anni Kohler würden Ihren Bauernhof  verlieren.
Bauer Andreas und Anni Kohler würden Ihren Bauernhof verlieren.
Urs Baumann
Die Tage des Depots in Bern-Aebimatt – hier ein Bild aus dem Jahr 2009 – sind gezählt. Ersatz will die BLS ganz in der Nähe schaffen: Als Standort für die neue Werkstätte hat sie den Raum Riedbach ausgewählt.
Die Tage des Depots in Bern-Aebimatt – hier ein Bild aus dem Jahr 2009 – sind gezählt. Ersatz will die BLS ganz in der Nähe schaffen: Als Standort für die neue Werkstätte hat sie den Raum Riedbach ausgewählt.
Susanne Keller
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Welche Alternativen zu Riedbach hat die BLS geprüft? Noch immer tappen die Bauern, die Land für die neue zentrale Bahnwerkstätte hergeben sollen, im Dunkeln. Dabei werden die Bahnverantwortlichen nicht müde, zu betonen, dass sie den Entscheid für den Bau auf der grünen Wiese nach reiflicher Abwägung getroffen hätten.

Und dass alles in allem 21 mögliche Standorte geprüft worden seien – wo genau diese liegen, sagt allerdings keiner. Weil allfällig Betroffene die Infos nicht aus der Zeitung erfahren sollen, wie Direktor Bernard Guillelmon vor zwei Wochen am Infoabend erklärte.

Das soll sich ändern. Vier SVP-Grossräte verlangen in einem Vorstoss nämlich genau dazu detailliert Auskunft. «Welches sind die 21 vorgeprüften Standorte?», fragen Lars Guggisberg, Samuel Krähenbühl, Hugo Kummer und Hans Jörg Rüegsegger den Regierungsrat. Und weiter: «Welche Standorte landeten auf den Plätzen zwei bis sechs? Welches wären hier die Vor- und Nachteile für ein Depot?»

Feld mit 15 Gleisen

In ihrem Handeln fühlen sich die vier umso legitimierter, als die BLS mehrheitlich dem Kanton Bern gehört. Ungeachtet dessen, dass sie in privatwirtschaftlicher Art als AG organisiert ist: 55,75 Prozent der Aktien gehörten dem Kanton Bern – «damit ist auch klar, dass die Berner Regierung und der Grosse Rat mitverantwortlich sind für die Handlungsweise der BLS-Direktion».

Die SVPler wollen noch mehr wissen. Sie reden davon, dass die BLS von einer 150 auf 140 Meter grossen Halle und einem Feld mit 15 Gleisen ausgeht. Vor diesem Hintergrund wollen sie nun genau wissen, wie viel Land dem Vorhaben zum Opfer fallen wird und wie wertvoll dieses ist.

Zudem stellen sie die Frage, inwieweit der zentrale Neubau in Riedbach überhaupt Sinn mache. Ob der Erhalt der heutigen Standorte Bönigen und Oberburg nicht wichtig dafür wäre, «der Landbevölkerung wertvolle Arbeitsplätze anbieten zu können».

BZ/skk

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