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Lehrerversicherungskasse ist für Wechsel zum Beitragsprimat

Die Bernische Lehrerversicherungskasse (BLVK) befürwortet den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat bei den Pensionskassen des Staatspersonals.

Die Berner Lehrer sind für einen Wechsel zum Beitragsprimat.
Die Berner Lehrer sind für einen Wechsel zum Beitragsprimat.
Keystone

Die Bernische Lehrerversicherungskasse (BLVK) befürwortet prinzipiell den Wechsel vom Leistungs- zum Beitragsprimat bei den Pensionskassen des Staatspersonals. Die Delegierten haben sich am Dienstag für den vom Regierungsrat vorgeschlagenen Systemwechsel ausgesprochen.

An einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung in Bern stimmten 44 Delegierte für den Wechsel unter bestimmten Bedingungen, 15 dagegen.

Die BLVK-Delegierten sind aber nur für den Primatwechsel, wenn der Übergang vom Kanton «korrekt finanziert wird», wie es am Dienstag hiess, und wenn der technische Zinssatz drei Prozent beträgt. Auch fordern die BLVK-Delegierten eine ausreichende Wertschwankungsreserve.

In diesem Sinne wird sich nun die BLVK an der Vernehmlassung beteiligen, welche die Kantonsregierung Anfang Juli zum neuen Pensionskassengesetz des Staatspersonals eröffnet hat. Der Primatwechsel ist dessen Kernpunkt.

Bernjurassische Lehrer gegen Primatwechsel

Nach diesem «Ja, aber» der BLVK liegt nun der Kantonsregierung eine eher zustimmende und eine im Kernpunkt ablehnende Stellungnahme der beiden grossen Pensionskassen des Staatspersonals vor. Die Bernische Pensionskasse (BPK) hat nämlich beschlossen, sich in der Vernehmlassung gegen den Primatwechsel auszusprechen.

Die Delegierten dieser rund 46'000 Versicherte zählenden Kasse der Verwaltungsangestellten, Polizisten, Werkhofangestellten usw. fassten diesen Entscheid Mitte August ebenfalls an einer ausserordentlichen Delegiertenversammlung.

Während bei der BPK-Delegiertenversammlung dem Entscheid gegen den Primatwechsel längere Diskussionen vorangingen, kam es am Dienstag bei den BLVK-Delegierten in diesem Punkt zu keinerlei Debatten: Alles war zuvor schon in den zehn Wahlkreisen besprochen worden, wie Versammlungsleiter Jürg Boss sagte.

Er gab auch bekannt, dass sich der Wahlkreis des Berner Juras gegen den Primatwechsel ausgesprochen hatte. Im Wahlkreis Seeland hatte ein Unentschieden resultiert. Die anderen Wahlkreise waren für den Primatwechsel. In Sachen Primat gibt es bei den bernischen Lehrkräften also offensichtlich eine Art Röstigraben.

Die BLVK zählte Ende 2011 etwa 22'700 Versicherte.

BLVK will Vollkapitalisierung

Bei den beiden Pensionskassen gilt heute das Leistungsprimat: Die Leistungen werden im Voraus auf der Grundlage des versicherten Lohns berechnet. Beim Beitragsprimat hingegen richten sie sich nach der Höhe der von den Versicherten und vom Kanton effektiv einbezahlten Beiträge.

Beide Pensionskassen weisen heute eine Deckungslücke auf. Gemeint ist damit, dass die Leistungen der beiden Kassen nicht mit dem vorhandenen Vermögen gedeckt sind.

Um die Situation zu verbessern, schlägt die Kantonsregierung zwei Varianten vor: eine Voll- oder eine Teilkapitalisierung der zwei Kassen. Bei ersterer würde das Problem innert zehn Jahren behoben, indem der Kanton eine sogenannte Schuldanerkennung gegenüber den zwei Kassen unterzeichnen würde. Bei letzterer müssten die Kassen innert 40 Jahren bloss einen Deckungsgrad von 80 Prozent erreichen.

Die BLVK bevorzugt ganz klar die Vollkapitalisierung: 57 Delegierte stimmten für dieses System, sechs für die Teilkapitalisierung.

SDA

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