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Liebes-Betrüger ergaunern halbe Million Franken

Gebrochenes Herz, leeres Portemonnaie: Schon elf Frauen und Männer aus dem Kanton Bern sind dieses Jahr im Internet einer falschen Liebe auf den Leim gegangen.

Liebes-Betrüger erleichterten im letzten Jahr Opfer im Kanton Bern um eine halbe Million Franken.
Liebes-Betrüger erleichterten im letzten Jahr Opfer im Kanton Bern um eine halbe Million Franken.
Fotolia

Seit Jahresbeginn gingen bei der Kantonspolizei Bern 11 Anzeigen von Personen ein, die durch Internetbekanntschaften unter Vorgabe der «grossen Liebe» um Geld betrogen worden sind. Das kostete sie eine halbe Million Franken, wie die Kapo Bern am Montag mitteilte.

Sie warnte erneut vor sogenannten «Love Scams» oder «Romance Scams» im Internet. Die Betrügerinnen und Betrüger suchen sich dabei ihre Opfer über Single-Seiten, Partnerschaftsbörsen und soziale Netzwerke. Kaum haben sie Kontakt aufgenommen, geben sie vor, die grosse Liebe gefunden zu haben.

Nur kurze Zeit später bewegen die «Love Scammer» ihre Opfer dazu, ihnen Geld zukommen zu lassen. Nicht selten soll dies zur Begleichung von Arztrechnungen, zur Deckung von Reisekosten oder zur Minderung finanzieller Nöte dienen.

Männer und Frauen betroffen

14 «Love Scams» wurden der Berner Polizei seit Anfang Jahr gemeldet. In elf Fällen fielen die Opfer herein; die gesamte Schadenssumme beläuft sich auf rund 500'000 Franken.

Sowohl Frauen als auch Männer seien betrogen worden, sagte Polizeisprecher Andreas Hofmann auf Anfrage. Die Ermittlungen verlaufen in der Regel im Sand. Den Tätern fällt es im World Wide Web nicht schwer, ihre Spuren zu verwischen.

«Seien Sie misstrauisch, wenn jemand sehr schnell und ohne Sie persönlich zu kennen, von grosser Liebe redet oder schreibt», mahnt die Kantonspolizei. «Werden Sie misstrauisch, wenn man Sie um Geld anfragt – auch wenn die Begründung noch so logisch oder rührselig ist.» In keinem Fall solle man Geld an Unbekannte schicken, «schon gar nicht via Geldtransferservice».

SDA/mib

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