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Liegenschaften kaufen ohne «Papierkram»

Im Kanton Bern funktioniert seit Anfang Jahr der elektronische Geschäftsverkehr zwischen Notariaten, Banken und Grundbuchämtern. Der Kanton hofft, dass sich möglichst viele von ihnen dem neuen System anschliessen.

Laut Christoph Neuhaus, dem Direktor der bernischen Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion, werden die Abläufe mit dem neuen System vereinfacht.
Laut Christoph Neuhaus, dem Direktor der bernischen Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion, werden die Abläufe mit dem neuen System vereinfacht.
Markus Hubacher

Bern hat als einer der ersten Kantone Anfang Jahr den elektronischen Geschäftsverkehr für Grundbuchämter eingeführt, wie die bernische Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektion am Dienstag mitteilte.

Mit dieser E-Government-Lösung kann beispielsweise eine Bank für die Gewährung einer Hypothek wichtige Angaben zur Liegenschaft online aus dem elektronischen Grundbuch beziehen. Der Notar kann sich für die Beurkundung eine Liegenschaftskaufs ebenfalls auf das elektronische Grundbuch stützten und seine Urkunde online dem Grundbuchamt übermitteln.

Bisher habe jeweils eine Vielzahl an Informationen in eine elektronisches System eingegeben und ausgedruckt werden müssen, nur um sie in einem nächsten Verarbeitungsschritt wieder in ein anderes System einzugeben, umschrieb Regierungsrat Christoph Neuhaus laut Redetext an einer Tagung in Bern die bisherige Situation.

675'000 Grundstücke

Mit der Einführung des elektronischen Geschäftsverkehrs beim Handelsregister und beim Grundbuch können diese Abläufe gemäss Neuhaus nun vereinfacht werden.

Voraussetzung sei aber, sagte der Justiz-, Gemeinde- und Kirchendirektor, dass sich möglichst viele Banken, Notare und Grundbuchämter dem neuen System «Terravis» anschlössen.

Das Grundbuch ist ein Register, in dem alle Grundstücke mit ihren Rechten und Lasten eingetragen sind. Auch die Besitzer der Liegenschaften werden eingetragen. Zu den Rechten und Lasten gehören etwa Grundpfandrechte oder Dienstbarkeiten.

In der Schweiz werden die Grundbücher dezentral in den Kantonen geführt. Im Kanton Bern gibt es fünf regionale Grundbuchämter mit zwei Dienststellen. Geführt werden über 675'000 Grundstücke.

SDA/ad

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