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Mehr Kontrolle zum Schutz von Schwangeren

Bei Kontrollen zur Einhaltung des Arbeitsgesetzes sollen verstärkt auch die Arbeitsbedingungen von schwangere und stillende Arbeitneh­merinnen

Über die Hälfte der Assistenz- und Oberärzte und -ärztinnen in Berner Spitälern arbeiten mehr als gesetzlich erlaubt ist.
Über die Hälfte der Assistenz- und Oberärzte und -ärztinnen in Berner Spitälern arbeiten mehr als gesetzlich erlaubt ist.
istock

Der Regierungsrat ist bereit, bei Kontrollen zur Einhaltung des Arbeitsgesetzes verstärkt einen Fokus auf schwangere und stillende Arbeitneh­merinnen im Spital zu legen. Dies, soweit die nötigen Ressourcen dies ermöglichen.

Damit reagiert er auf eine Motion von Ursula Marti (SP) und Natalie Imboden (Grüne). Diese hatten ausserdem gefordert, Schritte einzuleiten, damit Verstösse gegen das Arbeitsgesetz unverzüglich behoben werden.

Die Arbeitsbedingungen von Assistenz- und Oberärzten in den Spitälern würden immer wieder zu Kritik und Besorgnis Anlass geben, schreiben die Motionärinnen. Sie stützen sich auf eine Studie, die aufzeigt, dass über die Hälfte dieser Ärzte mehr als gesetzlich erlaubt arbeitet.

Dies sei eine zusätzliche Herausforderung für schwangere oder stillende Ärztinnen, denen eigentlich besondere Regelungen zustehen. Nicht zuletzt aus Angst vor Diskriminierung werde dieser Schutz oft nicht beansprucht.

Das zeige exemplarisch der Fall der Ärztin Natalie Urwyler, der vom Inselspital zu Unrecht gekündigt worden war, weil sie sich für den Gesundheitsschutz von Schwangeren eingesetzt hatte. Auch sie hatte während der Schwangerschaft zu viel gearbeitet und eine Fehlgeburt erlitten. Das Regionalgericht und später auch das Obergericht hielten fest, dass es sich um eine Rachekündigung gehandelt habe.

Die Verstösse seien aus Sicht des Regierungsrats bereits geregelt. Das Amt für Wirtschaft, das die Kontrollen durchführt, setze fehlbaren Betrieben heute schon Fristen, damit das Arbeitsgesetz wieder eingehalten werde.

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