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Mehr Prostitution in Wohnungen und Hotelzimmern

Sexarbeiterinnen im Kanton Bern bieten ihre Dienstleistungen vermehrt in Privatwohnungen und Hotelzimmern an. Zu dieser Erkenntnis kommt die kantonale Fachkommission zum Prostitutionsgewerbe.

Berner Prostituierte bieten ihre Dienste immer mehr in Privatwohnungen und Hotelzimmern an. Dadurch ist es schwieriger, sie zu kontrollieren.
Berner Prostituierte bieten ihre Dienste immer mehr in Privatwohnungen und Hotelzimmern an. Dadurch ist es schwieriger, sie zu kontrollieren.
Andreas Blatter

Der Erlass trat im April 2013 in Kraft. Kernstück ist die Bewilligungspflicht für Bordell-Betreiber, Escort-Services und selbständig erwerbende Prostituierte. Die Fachkommission KOPG soll die Wirksamkeit der neuen Bestimmungen untersuchen; ihren ersten Jahresbericht hat sie jetzt dem Regierungsrat vorgelegt.

Bis Ende März 2014 haben die Regierungsstatthalter kantonsweit 119 Bewilligungen für den Betrieb von Prostitutionssalons und Escort-Services erteilt und sieben Gesuche abgelehnt. 22 Bewilligungsverfahren waren hängig.

Die Verfahrensabläufe und die Zusammenarbeit unter den Behörden hätten sich etabliert, stellt die KOPG gemäss Communiqué vom Donnerstag fest. Im Bereich Sauberkeit und Hygiene gebe es Verbesserungen, ebenso beim Schutz der Bevölkerung vor störenden Begleiterscheinungen.

Kontrolle und Prävention schwieriger

Weiter sei eine Zunahme der Prostitution in Privatwohnungen und Hotelzimmern festgestellt worden. Das erschwere einerseits die Kontrolle und Präventionsarbeit. Anderseits sei strittig, ob sich diese Entwicklung positiv oder negativ auf die Arbeitsbedingungen der Sexarbeiterinnen auswirke.

Tatsache sei sodann, dass Sexarbeiterinnen in Prostitutionsbetrieben nach wie vor teils hohe Mietzinsen zu entrichten hätten. Insgesamt ist es laut KOPG aber noch zu früh, um die Wirksamkeit und Zielerreichung des neuen Rechts schlüssig beurteilen zu können.

SDA/tan

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