Zum Hauptinhalt springen

Mehr Wahlfreiheit für Behinderte

Behinderte im Kanton Bern sollen künftig bei der Wahl von Angeboten mehr Freiheit haben. Dies sieht das neue Behindertenkonzept vor, das sich der Kanton gegeben hat. Es muss noch abschliessend vom Bundesrat genehmigt werden, wie der Kanton am Freitag mitteilte.

Künftig sollen die Mittel direkt an die Leistungsbezüger gehen. (Keystone)
Künftig sollen die Mittel direkt an die Leistungsbezüger gehen. (Keystone)

Die Wahlfreiheit hat zur Folge, dass der Kanton die Abgeltung der Leistungen konsequenter nach dem individuellen Bedarf der einzelnen Betroffenen ausrichtet und soweit möglich und zweckmässig eine sogenannte Subjektfinanzierung vorsieht. Das heisst, dass die Mittel direkt an die Leistungsbezüger respektive deren gesetzliche Vertreter gehen.

Verschiedene Bedenken

In der Vernehmlassung wurde verschiedentlich Bedenken geäussert, dass die Behinderten respektive ihr Umfeld mit der neuen Wahlfreiheit überfordert sein könnten.

Mit der Neugestaltung des Finanzausgleichs zwischen dem Bund und den Kantonen zog sich 2008 die Invalidenversicherung aus der Planung und Finanzierung von Wohnheimen sowie Werk- und Tagesstätten für erwachsene Behinderte zurück. Die Verantwortung ging damit vollumfänglich auf die Kantone über.

Sie erhielten vom Bund den Auftrag, ein Behindertenkonzept zu erarbeiten. Über die konkreten Massnahmen und deren Umsetzung will die Kantonsregierung den Grossen Rat im Rahmen eines Berichts Ende 2011 informieren.

SDA

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch