Meine ärgerlichste Busse

Fünf Leserinnen und Leser erzählen von ihren Verkehrsbussen.

Die Anschaffungskosten einer Radaranlage holt die ­Gemeinde bereits im ersten Jahr um ein Vielfaches ­wieder herein.

Die Anschaffungskosten einer Radaranlage holt die ­Gemeinde bereits im ersten Jahr um ein Vielfaches ­wieder herein.

(Bild: Raphael Moser)

«Ich hatte kürzlich eine Parkbusse von 100 Franken, weil ich a) mein Auto zu lange in der blauen Zone stehen liess und b) dann auch noch die Scheibe nachdrehte. Ich hätte das Auto, um die Scheibe nachdrehen zu dürfen, in ein anderes Parkfeld stellen müssen. Am Ende stellte ich fest, dass es mich am wenigsten gekostet hätte, wenn ich gar keine Scheibe platziert hätte, nämlich 40 Franken.» Miriam Lenz, Bern

«Neben meiner Wohnung hat es fünf Zahnarzt-Parkplätze. Ich habe den Zahnarzt um Erlaubnis gebeten, am Wochenende dort zu parkieren. Das war für ihn in Ordnung. Eine Anwohnerin wusste das nicht und hat die Verwaltung angerufen. Daraufhin bekam ich eine Busse von 180 Franken nach Hause geschickt. Seither parkiere ich am Wochenende wie viele andere auch am Strassenrand – wo es zwar nicht erlaubt ist – und habe nie mehr eine Busse bekommen.» Anna Rothenbühler, Bern

«Ich musste für einen Kunden in der Gerechtigkeitsgasse in Bern Material liefern. Als ich ankam, waren alle Parkfelder und Güterumschlagplätze besetzt. Das Auto parkierte ich vor dem Laden und trug das Material zügig in den Keller. Als ich wieder hochkam, hatte ich eine Busse am Auto – obwohl ich keine zwei Minuten weg war! Gekostet hats mich 120 Franken.» Marc Zimmermann, Bern

«Ich bin am Tag ohne Licht gefahren. In der Tiefgarage ging es automatisch an, draussen automatisch wieder aus – das ging mir durch den Kopf, als mich ein Streifenwagen überholte und aufforderte, anzuhalten. Der Beamte kam mit dem Blöckli in der Hand, und ich erklärte freundlich, wie es mir mit dem blöden Licht ergangen war. Es interessierte ihn nicht. Kosten: 40 Franken.» Laura Bigler, Ittigen

«In der Junkerngasse in Bern, wo meine Mutter wohnt, ist das Parkieren nur für eine Stunde ­erlaubt. Wenn ich sie besuche, parkiere ich – auch wegen meiner drei Kinder im Schlepptau – trotzdem dort. Neulich schaute meine Mutter zu meinen Kindern, während ich schnell ein Kleid besorgen ging. Als ich zurückkam, hatte ich eine Busse von 40 Franken unter dem Scheibenwischer. Da ich keine zweite Busse wollte, liess ich sie dort und holte schnell die Kinder ab. Als ich zurückkam, war die 40-Franken-Busse durch eine 100-Franken-Busse ersetzt worden.» Monika Frei, Meikirch

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