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Moutier wartet besser auf eine zweite, saubere Abstimmung

Kantonsredaktor Stefan von Bergen zum Entscheid des Verwaltungsgerichts des Kantons Bern, dass Moutiers Abstimmung für einen Kantonswechsel definitiv ungültig ist.

Es ist schon die zweite Abfuhr für die separatistische Mehrheit und die Gemeindebehörden im Jurastädtchen - und es ist ein Erfolg für das probernische Lager: Nach der bernjurassischen Regierungsstatthalterin hält nun auch das bernische Verwaltungsgericht Moutiers Abstimmung von 2017 über seinen Wechsel zum Kanton Jura für ungültig. Die Berner Richter haben zwar zwei Teilentscheide der Statthalterin umgestossen, sie teilen aber ihre generelle Einschätzung, dass es im Vorfeld der Abstimmung unübersehbare Unregelmässigkeiten und eine parteiische Einmischung von Moutiers Behörden gegeben habe.

Die nun doppelte Niederlage müsste den Separatisten eigentlich zu denken geben. Es würde aber nicht überraschen, wenn das projurassische Lager auch das Urteil des Verwaltungsgerichts als parteiischen und politischen Entscheid vom Tisch wischen würde. Die Separatisten fühlen sich um ihren Abstimmungssieg von 2017 betrogen. Dass der denkbar knappe Sieg wohl mit undemokratischen Mitteln errungen wurde, diesen Gedanken lässt der projurassische Stolz nicht zu. Für die Separatisten ist Berns Präsenz in Moutier eine historische Ungerechtigkeit, die korrigiert werden muss.

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