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Muskelspiele im Berner Asylwesen

Im Berner Asylwesen herrscht Nervosität. Grund ist eine gewaltige Reorganisation. Ein Schwergewicht der Branche will die Gelegenheit nutzen für eine Rückkehr auf Berner Boden: die ORS.

Das Führen von Asylunterkünften ist ein Geschäft, um das im Kanton Bern ein heftiger Kampf entbrannt ist.

Das Führen von Asylunterkünften ist ein Geschäft, um das im Kanton Bern ein heftiger Kampf entbrannt ist.

(Bild: Christian Pfander)

Cedric Fröhlich@cedricfroehlich

Das Display zeigt eine Minute und eine Sekunde an, als der Mann fragt: «Können wir das bitte ausschalten?» Er zeigt auf das Tonband, entschuldigt sich. «Das Timing ist ganz, ganz schlecht.»

Der Mann arbeitet in einer Kaderfunktion bei einer Berner Asylorganisation. An diesem Morgen bei Kaffee und Gipfeli ist er Sinnbild des Gefühls, das seine Branche beschlichen hat: Unsicherheit.

Ausgelöst wurde die Nervosität durch vier Buchstaben: Nabe. Eine Abkürzung, entstanden in den Stuben der Berner Gesundheits- und Fürsorgedirektion (GEF) und unter der Führung von Regierungsrat Pierre Alain Schnegg (SVP). Ausgedeutscht steht Nabe für «Neustrukturierung des Asyl- und Flüchtlingsbereichs im Kanton Bern» (siehe Boxen).

Berner Zeitung

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