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Neue UPD-Chefin Mader: Ein «Glücksfall» nach zwei Anläufen

Für den bernischen Regierungsrat ist es nicht einfach gewesen, einen neuen Chef für die Universitären Psychiatrischen Dienste (UPD) Bern zu finden. Die meisten Kandidaten waren ungeeignet oder verlangten zu viel Lohn. Die gewählte Regula Mader bewarb sich zwei Mal.

Regierungsrat Philippe Perenoud (links) mit Regula Mader und ihrem Vorgänger Karl Studer.
Regierungsrat Philippe Perenoud (links) mit Regula Mader und ihrem Vorgänger Karl Studer.
Andreas Blatter

Ihre erste Bewerbung reichte die ehemalige Berner Regierungsstatthalterin vor zwei Jahren ein. «Dann merkte ich aber, dass ich nach der anspruchsvollen Zeit als Statthalterin eine Pause benötigte», sagte Mader am Dienstag vor den Medien. Sie zog deshalb ihre erste Kandidatur für die UPD zurück.

Mader war fast ein Jahrzehnt lang Berner Regierungsstatthalterin gewesen. 2009 trat die SP-Frau von diesem Amt zurück. Nach einer Denkpause habe sie sich dann erneut um den Posten bei den UPD beworben, sagte Mader. Die 48-jährige Juristin tritt ihre Stelle als Vorsitzende der UPD-Geschäftsleitung am 1. März an.

Es sei schwierig gewesen, kompetente Bewerber für den Job als UPD- Chef zu gewinnen, sagte Regierungspräsident Philippe Perrenoud (SP). Einige Kandidaten seien noch nicht reif genug gewesen, um eine psychiatrische Institution zu leiten. Andere hätten den Job wegen der Entlöhnung abgelehnt.

Perrenoud: «kein SP-Filz»

Die Wahl Maders bezeichnete er als «Glücksfall». Die neue UPD-Chefin bringe langjährige Erfahrungen und vertiefte Kenntnisse der Psychiatrieversorgung mit. Diese habe sich Mader insbesondere als Regierungsstatthalterin und als Präsidentin der Kommission Psychiatrie angeeignet.

Perrenoud wies zudem den Vorwurf zurück, es liege ein Fall von SP-Filz vor. «Was für mich zählt, ist die Kompetenz», hielt Perrenoud fest. Die Parteizugehörigkeit könne jeder Bürger frei wählen und er arbeite in seiner Direktion erfolgreich mit Mitgliedern aller Parteien zusammen. Mader habe überdies beide Assessments in den Bewerbungsverfahren erfolgreich absolviert.

Umsetzung der Strategie

An der Spitze der UPD löst Mader Karl Studer ab, der die Geschäftsleitung seit Juli 2009 ad interim geführt hat. Nach einer Bestandesaufnahme gehe es künftig darum, die strategische Entwicklung der UPD umzusetzen, erklärte Studer.

Dabei handle es sich hauptsächlich um die neue Organisation der Dienste in den Schwerpunkten Poliklinik, Sucht, Forensik, affektive Erkrankungen, Psychosen, Psychotherapie und Alterspsychiatrie. Diese Neuorganisation sei in vielen Arbeitssitzungen von den Mitarbeitenden der UPD erarbeitet worden, fügte Studer an.

Mader hat sich zum Ziel gesetzt, die UPD zu einer der qualitativ führenden psychiatrischen Institutionen der Schweiz zu machen. Dabei sollen sich die UPD primär an den Bedürfnissen der Patienten orientieren, sagte Mader. Wichtig sei für sie überdies, dass die UPD ihre Angebote intern und extern gut vernetzten.

SDA/met

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