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Nur mit Langnau und Langenthal

Die Berner Kantonsregierung verlangt kleine Präzisierungen am Raumkonzept Schweiz: Langenthal und Langnau etwa müssten explizit als Bestandteile der Hauptstadtregion erwähnt werden.

Weil hier viele Hauptstadtpendler wohnen, gehört Langnau für den Regierungsrat klar zur Hauptstadtregion Schweiz.
Weil hier viele Hauptstadtpendler wohnen, gehört Langnau für den Regierungsrat klar zur Hauptstadtregion Schweiz.
Markus Zahno

Er begrüsse den seit Mitte Januar vorliegenden Entwurf für ein neues Raumkonzept Schweiz, hält der Regierungsrat in seiner gestern veröffentlichten Vernehmlassungsantwort fest. Namentlich freue er sich darüber, dass der Grossraum Bern als Hauptstadtregion anerkannt und damit raumplanerisch auf die gleiche Stufe gestellt werde wie die international ausgerichteten Metropolitanräume Zürich, Basel und Genf-Lausanne.

Das Raumkonzept ist ein neues nationales Planungsinstrument. Es enthält Vorstellungen zum haushälterischen Umgang mit dem Boden, an denen sich Kantone und Gemeinden orientieren sollen. Das Innovative am Konzept ist die Einteilung der Schweiz in zwölf Handlungsräume, die nichts mehr zu tun haben mit historischen oder institutionellen Grenzen. Es sind die Räume, in denen Schweizerinnen und Schweizer sich im Alltag, bei der Arbeit oder in der Freizeit bewegen und in denen sie denken.

Vernachlässigter Lötschberg

Auf der farbigen Karte der Handlungsräume umfasst die Hauptstadtregion das Gebiet zwischen Neuenburgersee und Oberwallis – allerdings etwas zu wenig präzis, wie der Regierungsrat moniert. Er verlangt deshalb, dass auch die unteren Teile von Kander- und Simmental zum Perimeter der Hauptstadtregion gezählt werden. Und dass Langnau und Langenthal – gleich wie die Subzentren Solothurn oder Biel – explizit als weisse Punkte auf der Karte erscheinen, damit ihre Bedeutung für den Grossraum sichtbar werde, wie Justizdirektor Christoph Neuhaus (SVP) auf Anfrage ausführt. Auch stört den Regierungsrat, dass die strategische Bedeutung der Lötschbergachse zu wenig zur Geltung komme. Das alles möge Detailkritik sein, gibt Neuhaus zu. Aber das Raumkonzept dürfe kein Papiertiger werden. Genau deshalb müsse es exakt sein.

Hauptstadtregion ist Bern so oder so erst auf dem Papier. Der Tatbeweis ist in der harten Realität zu erbringen – das Raumkonzept verlangt von Bern, die «Hauptstadtregion mit dem Ziel zu stärken, sie auf Stufe der europäischen Metropolitanregionen konkurrenzfähig zu machen». Das sei sehr herausfordernd formuliert, sagt Neuhaus, aber «etwas Feuer unter dem Hintern» tue Bern zweifellos gut.

BZ/jsz

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