Olympia hätte mehr als das Doppelte gekostet

Die Sicherheitskosten im Kanton Bern für die Olympischen Winterspiele 2026 hätten mit 24 Millionen Franken mehr als doppelt so viel betragen wie ­ursprünglich angenommen.

Im Februar 2019 hätten die Stimmbürger im Kanton Bern über den Olympia-Kredit entscheiden müssen.

Im Februar 2019 hätten die Stimmbürger im Kanton Bern über den Olympia-Kredit entscheiden müssen.

(Bild: Keystone)

Was bis kurz vor der Olympia­abstimmung im Wallis nicht möglich gewesen sein soll, ist nun wenige Tage nach der Abstimmung offenbar kein Problem mehr: Der Berner Volkswirtschaftsdirektor Christoph Ammann (SP) bezifferte am Dienstag gegenüber Radio SRF die konkrete Höhe der Sicherheitskosten, die die Olympischen Winterspiele 2026 im Kanton Bern mutmasslich ausgelöst hätten. Er gab an, dass 24,5 Millionen Franken budgetiert waren.

Damit bestätigt Ammann das Gerücht, wonach die Sicherheit das Doppelte bis das Dreifache dessen verschlungen hätte, was vorgesehen gewesen war. Ursprünglich war von 10 Millionen Franken die Rede gewesen. Weil die Walliser Stimmberechtigten am vergangenen Wochenende Nein zu Olympia sagten, wird das Dossier nun jedoch auch im Kanton Bern ad acta gelegt.

Strafuntersuchung läuft

Ganz abgeschlossen ist das Thema Olympia in Bern aber nicht: Denn es läuft bekanntlich eine Strafuntersuchung. Diese soll klären, wer allenfalls geheime Informationen aus einer Sitzung des Regierungsrats mit den beiden Berner Ständeräten an die Medien weitergegeben hat. Ende Mai berichtete die «SonntagsZeitung», der Regierungsrat wolle die höheren Sicherheitskosten vor der Wallis-Abstimmung geheim halten. Die Regierung erstattete Strafanzeige.

phm

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