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Parlament fordert Krebsregister

Der bernische Grosse Rat hat am Mittwoch erneut einen Vorstoss überwiesen, welcher die Schaffung eines kantonalen oder interkantonalen Krebsregisters fordert. Der Entscheid fiel diskussionslos und ohne Gegenstimme.

Schon im September 2006 hatte der Grosse Rat mit einem Postulat dieselbe Forderung erhoben. Doch hielt sich die Kantonsverwaltung bisher zurück, weil auch auf eidgenössischer Ebene Vorstösse für die Schaffung eines nationalen Krebsregisters hängig sind.

Die Regierung liess nun das Parlament wissen, wenn keine nationale Lösung zustande komme, sei sie bereit, den Aufbau eines kantonalen Registers zu veranlassen. Deshalb stimme sie der Überweisung der beiden Vorstösse in der Form des Postulats zu.

Die Regierung werde sich aber im Rahmen ihrer Möglichkeiten für ein nationales Register bemühen. Mitte Oktober teilte die Gesundheitskommission des Nationalrats mit, sie befürworte die Schaffung eines nationalen Krebsregisters.

Ein Krebsregister soll zeigen, wo wieviele Krebsfälle auftreten. Von der Interpretation der Daten erhofft sich die Urheberin des Vorstosses im bernischen Kantonsparlament, Annemarie Burkhalter- Reusser (SP/Bätterkinden), Hinweise auf mögliche Ursachen der Erkrankungen.

Nach Angaben der bernischen Regierung würde ein Krebsregister den Kanton Bern rund eine Million Franken pro Jahr kosten. Laut Andreas Lanz (SVP/Thun), der zum gleichen Thema eine Interpellation einreichte, gibt es schon in 14 Kantonen ein Register. Burkhalter schwebt vor, dass die Kantone Bern, Aargau und Solothurn gemeinsam ein Register schaffen.

SDA

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