Zum Hauptinhalt springen

Regierung prüft Einsatz von Defibrillatoren-Teams

Der bernische Regierungsrat muss prüfen, ob es im Kanton Bern als Ergänzung zur Ambulanz Defibrillatoren-Teams zur raschen Intervention bei Herz-Kreislauf-Stillständen braucht. Das hat der Grosse Rat mit Einverständnis der Regierung beschlossen.

Das Kantonsparlament überwies den entsprechenden Vorstoss von Thomas Fuchs (SVP/Bern) wie vom Regierungsrat beantragt als Postulat. Die Regierung bekommt damit Zeit, um die nötigen Abklärungen vorzunehmen, bevor sie entscheidet.

Fuchs hatte den Vorstoss als Motion eingereicht, war aber mit dessen Umwandlung einverstanden. Die Defibrillatoren-Teams bestehen aus Feuerwehrleuten und Samaritern. Alarmiert werden sie über die Sanitätsnotrufzentrale.

Bevor ein Netz mit solchen Teams aufgebaut werde, müsse wie bei einem Gefahrenkataster erhoben werden, wo solche Teams überhaupt schneller vor Ort wären als Ambulanzen. Das gab die Regierung Fuchs zu bedenken.

Laut dem Regierungsrat sterben jedes Jahr in der Schweiz rund 8000 Personen an einem Herz-Kreislauf-Stillstand, wie ihn auch Bundesrat Hansrudolf Merz kürzlich erlitt. Merz überlebte und konnte nach wenigen Wochen sein Amt wieder übernehmen.

Bei über 80 Prozent der Patienten liegt in den Minuten vor dem Herztod ein Kammerflimmern vor, das durch Einsatz eines so genannten Defibrillators behandelt werden kann.

Fuchs hatte in seinem Vorstoss auf die Erfahrungen in der Region Olten verwiesen. Dort gelang es seit dem Aufbau von Defibrillatoren- Teams vor sieben Jahren, 16 Menschen zu retten, welche den Herz- Kreislauf-Stillstand ausserhalb des Spitals erlitten.

SDA

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch