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Regierung soll Prämien neu regeln

Mit einer Motion will SVP-Grossrat Lars Guggisberg die Prämienregionen im Kanton Bern neu einteilen lassen. Die heutige Zuordnung ist veraltet, da sie sich noch an den alten Amtsbezirken orientiert.

SVP-Grossrat Lars Guggisberg fordert mit einer Motion, dass die Gemeinden für die Krankenkassenprämien neu zugeteilt werden.
SVP-Grossrat Lars Guggisberg fordert mit einer Motion, dass die Gemeinden für die Krankenkassenprämien neu zugeteilt werden.

Der Kanton Bern ist in drei Prämienregionen eingeteilt: In der teuersten Region 1, zu der vor allem die Städte Bern und Biel gehören, ist die Krankenkassenprämie am teuersten. Je peripherer man wohnt, umso weniger muss man bezahlen, so die Faustregel. Der Grund für dieses System: In grossen Kantonen mit ländlichen und städtischen Gegenden wie Bern sind die Gesundheitskosten nicht überall gleich hoch.

Städter nehmen die Dienste von Ärzten und Spitälern stärker in Anspruch, weil das Angebot grösser ist. So weit, so logisch. Doch im Kanton Bern wirkt die Einteilung zumindest aus heutiger Perspektive zum Teil willkürlich. So gehört etwa die Gemeinde Vechigen im Osten der Stadt Bern zur teuersten Region 1, während deren Nachbargemeinde Worb zur günstigeren Region 2 gehört.

Dies, weil die Einteilung der Prämienregionen im Kanton Bern noch heute auf den alten Amtsbezirken basiert. Nun fordert SVP-Grossrat Lars Guggisberg mit einer Motion, dass die Regierung die Gemeinden neu zuteilt. Die Regierung ist sich der Problematik bewusst, wie aus einer Antwort auf einen früheren Vorstoss hervorgeht.

Doch sie sei nicht befugt, die Prämienregionen zu verändern. Guggisberg will, dass die Regierung einen Vorschlag ausarbeitet, mit dem sie anschliessend beim Eidgenössischen Departement des Innern (EDI) vorstellig wird. Dieses legt neu die Prämienregionen fest. «Der Kanton soll pro­aktiv mitreden, bevor das EDI selber etwas bestimmt», fordert Guggisberg.

BZ/sar

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