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Regierungsrat gegen zusätzliche Trauungstermine in Schlössern

Es gibt genug Angebote für Trauungen und Beurkundungen im Raum Bern, beschliesst der Regierungsrat. Er lehnt mit dieser Begründung eine entsprechende Motion aus dem Grossen Rat ab.

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Das Schloss Belp ist eines von 22 Zeremonielokalen, in welchem Trauungen und Beurkunden durchgeführt werden können. Foto: Christian Pfander
Das Schloss Belp ist eines von 22 Zeremonielokalen, in welchem Trauungen und Beurkunden durchgeführt werden können. Foto: Christian Pfander

Die bernischen Zivilstandsämter bieten nach Ansicht der Regierung genügend Termine für Trauungen in besonderem Ambiente an. Eine Ausweitung des Angebots sei nicht nötig. Das schreibt der Regierungsrat in seiner am Montag publizierten Antwort auf einen Vorstoss im Grossen Rat. Er lehnt die Motion ab, die Parlamentarier aller acht Fraktionen unterschrieben haben.

Trauungen und Beurkundungen der gleichgeschlechtlich eingetragenen Partnerschaft sind nicht nur auf dem Zivilstandsamt möglich, sondern auch in 23 historischen Bauten – von Schloss Belp bis Schloss Trachselwald, vom Grandhotel Giessbach am Brienzersee bis zum Klosterhotel auf der St. Petersinsel.

Die Nachfrage sei steigend, schreiben die Motionäre, die Termine aber knapp. Eine Ausweitung wäre «Service public im wahrsten Sinne des Wortes». Die Regierung winkt ab. Von Mai bis Oktober gebe es in 22 externen Zeremonielokalen sieben Tage mit je sechs möglichen Terminen. Das ergebe über 900 Termine. Dazu komme das Schloss Bümpliz, das alleine sogar 540 Termine anbiete.

Insgesamt gebe es also rund 1500 mögliche Termine, hält die Regierung fest. Das sei ein stattliches Angebot, das nicht einmal voll genutzt werde: Die Auslastung liege (ohne Schloss Bümpliz) bei knapp 80 Prozent. Übrigens gebe es auch bei den neu angebotenen Samstagstrauungen keine Vollauslastung.

Eine Erweiterung des Angebots sei also nicht nötig. Das wäre mit dem bestehenden Personal auch gar nicht realisierbar.

Ein Rückgriff auf pensionierte Zivilstandsbeamte, wie dies die Motionäre vorschlagen, ist aus Sicht der Regierung ebenfalls nicht realistisch. Ihr sind nämlich keine Zivilstandsbeamte im Ruhestand bekannt, die ihre Berufstätigkeit wieder aufnehmen möchten.

(SDA)

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