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Rote Köpfe wegen neuer Regel – wer lange studiert zahlt mehr

Eine neue Regelung bei den Studiengebühren an der Universität Bern erregt die Gemüter. Neu verdoppeln sich die Gebühren für alljene, die länger als sechs Jahre ohne Abschluss studieren.

Wer länger als sechs Jahre für einen Abschluss braucht, muss neu tiefer in die Tasche greifen. Pro zusätlichem Semester verdoppeln sich die Studiengebühren.
Wer länger als sechs Jahre für einen Abschluss braucht, muss neu tiefer in die Tasche greifen. Pro zusätlichem Semester verdoppeln sich die Studiengebühren.
Urs Baumann

Wer an der Universität Bern länger als sechs Jahre ohne Abschluss studiert, muss ab nächstem Herbst tiefer in die Tasche greifen. Die Studiengebühren verdoppeln sich mit jedem Semester. Diese neu in Kraft tretende Regelung erregt die Gemüter.

Der Verband der Schweizer Studierendenschaften kritisiert die Neuerung in einer Mitteilung vom Dienstagabend als unfair. Die Regelung benachteilige viele Studierende, insbesondere jene, die zur Finanzierung des Studiums arbeiten müssten.

Der Verband zitiert in seiner Mitteilung eine Umfrage der StudentInnenschaft der Universität Bern, wonach 90 Prozent der Berner Studentinnen und Studenten arbeiteten. Viele von ihnen könnten daher nicht in der regulären Studienzeit abschliessen.

Auch Studierende, die für Kinder sorgen müssten, Studierende mit einer Behinderung oder solche die wegen plötzlicher Schicksalsschläge das Studium verlängern müssten, seien betroffen.

Die Regelung enthält auch eine Härtefallklausel. Diese müsse die Universität grosszügig und im Sinne der Studierenden auslegen, fordert der Verband.

Definiert ist die neue Regelung in einer Verordnung, die 2012 im Rahmen eines Sparprogramms verschärft wurde. Die umstrittenen Artikel zu Langzeitstudierenden treten im Februar 2015 in Kraft.

SDA/lub

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