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«Die Vorlage ist überhaupt nicht radikal gewesen»

Pierre Alain Schnegg sieht trotz des Volks-Nein Reformbedarf in der Sozialhilfe.

Herr Schnegg, seit Ihrem Amtsantritt haben Sie sich sehr stark für die Revision der Sozialhilfe eingesetzt. Wie enttäuscht sind Sie über das Nein?

Trotzdem: Ihre Arbeit mehrerer Jahre wurde vom Volk nicht goutiert. Nehmen Sie das Nein nicht persönlich?

Wo sehen Sie die Gründe dafür, dass Ihre Vorlage abgelehnt worden ist?

«Es geht nicht darum, ob ich enttäuscht bin oder nicht. So funktioniert einfach die Demokratie.»

Dass die Städte gegen die Kürzungen sind, war zu erwarten. Sie konnten also in bürgerlichen Regionen zu wenig punkten. Was haben Sie falsch gemacht?

Sogar Ihre eigene Heimatregion, der Berner Jura, lehnte die Vorlage ab. Verlieren Sie dort an Rückhalt?

Waren Ihre pauschalen Kürzungsvorschläge nicht schlicht zu radikal?

Eine Rolle dürften auch die Landeskirchen gespielt haben, die sich gegen die Kürzungen engagiert haben. Hat Sie diese Einmischung gestört?

Ihre Partei, die SVP, will auch in anderen Kantonen die Sozialhilfe kürzen. Welche Auswirkungen hat das Berner Nein auf diese Bestrebungen?

Aufwind dürfte das Resultat der SVP aber nicht geben.

Wie geht es nun weiter in der Berner Sozialpolitik?

Aber pauschale Kürzungen des Grundbedarfs sind für Sie definitiv vom Tisch?

Wie wollen Sie die Anliegen der starken Minderheit im Kanton Bern, die Kürzungen befürwortet, künftig miteinbeziehen?

Denken Sie auch über ein neues Bonus-Malus-System für die Sozialdienste nach?

Braucht es dazu wieder eine Gesetzesrevision?

Sie haben für das kommende Jahr fünf Millionen Franken für neue Integrationsmassnahmen budgetiert. Bleibt es dabei?

Die Integration von Sozialhilfebezügern wird nicht stärker gefördert?

Sie sagen aber, am effektivsten könne in der Sozialhilfe gespart werden, wenn mehr Leute in den Arbeitsmarkt integriert werden. Es wäre somit falsch, keine zusätzlichen Mittel einzusetzen.

Steuergesetz, Energiegesetz und nun das Sozialhilfegesetz: Die Regierung hat zunehmend Mühe, ihre Vorlagen beim Volk durchzubringen. Weshalb?

Aber der Volkswille folgt keinem klaren Links-rechts-Schema mehr?

Politisiert die Regierung an den Bernerinnen und Bernern vorbei?