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Schulsoftware Evento soll schneller und effizienter werden

Die Probleme mit der Schulverwaltungslösung Evento haben sich auch nach den Anhörungen vom Berner Erziehungsdirektor Bernhard Pulver bestätigt. Allerdings wollen die Schulen nicht auf Evento verzichten.

Regierungsrat Bernhard Pulver will die Schulanwendung Evento unbedingt verbessern.
Regierungsrat Bernhard Pulver will die Schulanwendung Evento unbedingt verbessern.
Walter Pfäffli

Fünf Jahre nach Einführung der neuen Schulverwaltungslösung Evento an den Berufsfachschulen und Gymnasien im Kanton Bern gibt es nach wie vor Probleme im täglichen Betrieb. Die Antwortzeiten sind ungenügend und die Anwendung erweist sich für verschiedene Schulen als zu umständlich und zu wenig benutzerfreundlich.

Schulen wollen weiter mit Evento arbeiten

Der Erziehungsdirektor hat die Evento-Schulen angehört und sich ein Bild von den Problemen vor Ort gemacht. Die Situation ist eskaliert, weil viele Lehrpersonen im letzten Sommer mitten in der Zeugnisperiode unzumutbare Wartezeiten bei der Noteneingabe und Zeugniserstellung hinnehmen mussten. Die Aussprache hat gezeigt, dass es auch Schulen gibt, welche mit der Schulverwaltungslösung zufrieden sind. Ein Abbruch der Arbeiten und eine Abkehr von Evento hat keine Schule gefordert, teilte die Erziehungsdirektion des Kantons Bern mit. Vielmehr gelte es, die Investitionen und das erworbene Wissen zu nutzen und die Probleme konsequent anzugehen.

Verbesserung mit vereinten Kräften

Verschiedene Massnahmen wurden bereits gestartet, wie die Umstellung auf die neuste Rechnergeneration und die Einführung neuer Software-Versionen. Diese werden nun im Herbst eingehend getestet und die Antwortzeiten verbessert. Zudem ist für die GIBB, der grössten Berufsfachschule, ein losgelöster Einsatz von Evento zu Testzwecken vorgesehen. Bis Ende Oktober wird aufgrund der Aussprache ein Massnahmenpaket zwischen Erziehungsdirektion, Softwarehersteller und Rechenzentrum definiert, wonach mit vereinten Kräften die Situation für die Schulen nachhaltig verbessert werden soll.

Die Schulverwaltungslösung Evento ist derzeit an 18 Berufsfachschulen und Gymnasien mit insgesamt 24'000 Schülerinnen und Schülern im Einsatz. Sie wird über ein zentrales Rechenzentrum betrieben und durch die Erziehungsdirektion unterstützt. Die Beschaffung von Evento war Teil eines Gesamtprojektes der Erziehungsdirektion, welches 2003 gestartet worden ist. Insgesamt hat der Regierungsrat 33,3 Millionen Franken bewilligt. Für den jährlichen Betrieb und den Support (zentrales Supportzentrum) müssen zirka 2,5 Millionen Franken aufgewendet werden.

pd/pk

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