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Seelsorger rückten 700 Mal notfallmässig aus

Die Spitalseelsorge des Inspitals hat dieses Jahr rund 700 Piketteinsätze für Patienten in seelischer Not geleistet. Seit 2003 ist der Bedarf kontinuierlich gestiegen – insgesamt um rund 350 Prozent.

Jedes Jahr gefragter: Die Notfallseelsorge im Inselspital Bern.
Jedes Jahr gefragter: Die Notfallseelsorge im Inselspital Bern.
zvg/Tanja Läser

700 Piketteinsätze für Patienten in seelischer Not leistete die Spitalseelsorge des Berner Inspitals dieses Jahr. Das teilte die Inselgruppe am Dienstag mit. Mit Notfallinterventionen ausserhalb der regulären Arbeitszeit leistet die Spitalseelsorge in lebensbedrohlichen und anderen akut kritischen Situationen psychologische und spirituelle erste Hilfe. Seit 2003 ist der Bedarf gemäss Inselgruppe kontinuierlich gestiegen, insgesamt um rund 350 Prozent.

Mehr als die Hälfte der Einsätze kommt auf Wunsch der Patienten oder der Angehörigen zustande, gut ein Drittel auf Initiative des Pflegepersonals und einige weitere auf Initiative der Seelsorge selber. Das religiöse oder weltanschauliche Spektrum der Patienten reicht von tief religiös bis atheistisch.

Das Inselspital setzt für die Seelsorge neun Theologinnen und Theologen mit total 600 Stellenprozenten ein. Für französisch sprechende Patienten besteht zweimal pro Woche ein frankophoner Freiwilligen-Besuchsdienst von acht «Bénévoles».

Gemäss Spitalversorgungsgesetz stellen die Spitäler für Patienten und Angehörige die professionelle Spitalseelsorge sicher. In einem vorurteilsfreien und vertraulichen Gespräch sollen Patienten über alles reden können, was sie beschäftigt.

SDA/mib

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