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Sozialdienst: Was die Arbeit erschwert

Viele Sozialarbeiter halten es im öffentlichen Sozialdienst nicht lange aus. Auf der Suche nach Gründen nennt Thomas Eggler, Leiter des Regionalen Sozialdiensts Trachselwald, die hohe Arbeitslast und unrealistische Erwartungen der Politik.

Die Erwartungen der Öffentlichkeit könne kein noch so effizient geführter Sozialdienst immer erfüllen, sagt Thomas Eggler, Leiter des Regionalen Sozialdienstes Trachselwald.
Die Erwartungen der Öffentlichkeit könne kein noch so effizient geführter Sozialdienst immer erfüllen, sagt Thomas Eggler, Leiter des Regionalen Sozialdienstes Trachselwald.
Thomas Peter

In den öffentlichen Sozialdiensten wechseln die Mitarbeitenden ihre Stelle überdurchschnittlich oft. Letztes Jahr betrug die Fluktuationsrate im Kanton Bern 15 bis 20 Prozent, wie eine Umfrage unter den Leitenden der Sozialdienste zeigt. Das ist umso gravierender, als ein Sozialarbeiter im Durchschnitt ein ganzes Jahr braucht, bis er so weit eingearbeitet ist, dass er gleich viele Fälle bearbeiten kann wie routinierte Kolleginnen und Kollegen. «Die Vernetzung mit all den Beratungsstellen, Arbeitsprogrammen und den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren muss sich jeweils erst einspielen», erklärt Thomas Eggler, der den Sozialdienst der Region Trachselwald leitet. Doch die gewährten Stellenprozente sind besetzt. Das heisst: Während der Einarbeitungszeit muss das Team auffangen, was der neue Mitarbeiter noch nicht schafft. – Ein Teufelskreis: Die hohe Arbeitslast führt wiederum zu Kündigungen.

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