Der neue Steuerverwalter stellt sich vor

Claudio Fischer ist der neue Steuerverwalter des Kantons Bern. Er will unter anderem die Digitalisierung der Steuererklärung weiter vorantreiben.

Claudio Fischer ist der neue oberste Steuerverwalter im Kanton Bern.

Claudio Fischer ist der neue oberste Steuerverwalter im Kanton Bern.

(Bild: Urs Baumann)

Stephanie Jungo

Für viele Bernerinnen und Berner ist die Steuererklärung eine lästige Pflicht. Claudio Fischer muss sich jedes Jahr mit deren 800'000 auseinandersetzen. Der 41-Jährige ist der neue Steuerverwalter des Kantons Bern. In dieser Funktion ist der in Langenthal wohnhafte Familienvater Chef von über 800 Mitarbeitenden.

Das Amt hat Fischer Anfang August von Bruno Knüsel übernommen. Am Freitag hat er sich den Medien vorgestellt und einen kurzen Ausblick über kommende Herausforderungen im Steuerwesen gegeben.

Komplexe Aufgaben

Nach einem Jusstudium hat Fischer in Basel bei einer Steuerkanzlei gearbeitet. «In dieser Zeit habe ich Feuer gefangen für die spannende und komplexe Materie.» Komplex sind auch die Aufgaben, welche in Bern auf ihn zukommen werden.

Als Erstes folgt im November die Beratung der neuen Steuerstrategie im Grossen Rat. Fischers Verwaltung habe dazu die Entscheidungsgrundlage geliefert, erklärt er. «Wir sagen, was gut wäre.» Zum Beispiel möglichst wenig neue Steuern, denn jede neue Abgabe sei ein grosser Aufwand für die Steuerverwaltung. «Wie die Strategie aber schliesslich aussieht, entscheidet der Grosse Rat.» Er schliesse jedoch nicht aus, dass die geplante Senkung der Unternehmenssteuer an der Urne entschieden werden könnte.

Die mögliche Umsetzung der Massnahmen der Unternehmenssteuerreform III wird eine weitere Herausforderung für ­Fischer sein. In Bezug auf die kommende Abstimmung hoffe er, dass das Referendum scheitere. «Nur so können wir weitere Verzögerungen verhindern.»

Ein Ziel, das sich der neue Steuerverwalter zudem gesetzt hat, ist die komplette Digitalisierung der Steuererklärung. «Heute können die Steuerzahler zwar alles elektronisch ausfüllen, müssen dann aber die Belege ausdrucken und per Post schicken.» Das solle sich ändern.

Berner Zeitung

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