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Studenten wehren sich gegen geplante Gebührenerhöhung

Die Studiengebühren an der Universität Bern sollen um 150 Franken pro Semester erhöht werden. Gegen die geplante Erhöhung formiert sich nun Widerstand.

Gegen die geplante Erhöhung der Studiengebühren an der Universität Bern regt sich Widerstand.
Gegen die geplante Erhöhung der Studiengebühren an der Universität Bern regt sich Widerstand.
Franziska Scheidegger

Studentenverbände der Universität Bern und der Berner Fachhochschule wehren sich gegen die geplante Gebührenerhöhung – und wollen vor allem den Grossen Rat auf ihre Seite ziehen: «Wir sind nicht bereit, das Finanzloch des Kantons zu stopfen», sagte Clau Dermont vom Vorstand der StudentInnenschaft der Universität Bern (SUB) am Montag vor den Medien. Das wolle man dem Kantonsparlament mit einer Mittagsveranstaltung an der bevorstehenden Septembersession klarmachen.

«Wir messen dem Grossen Rat grosses Gewicht zu, da er schliesslich die Verantwortung inne hat», fügte Ayse Turcan an, ebenfalls vom SUB-Vorstand. Bereits Ende Woche sei ein Treffen mit Erziehungsdirektor Bernhard Pulver vorgesehen. Die bernische Regierung stellte im Juni das Sparpaket vor, das die umstrittene Studiengebührenerhöhung enthält.

Mehreinnahmen fliessen ins Kantonsbudget

Störend daran sei, dass die Studierenden zwar mehr bezahlen sollten, aber keine Gegenleistung erhielten, sagte Marc Blaser vom Vorstand des Verbands der Studierendenschaft der Berner Fachhochschulen (VSBFH). Die Mehrheinnahmen würden nämlich nicht für die Bildung verwendet, sondern ins Kantonsbudget fliessen.

Knapp 80 Prozent der Studierenden arbeiten neben dem Studium, wie Blaser weiter sagte. Im Schnitt arbeiteten sie zwei Monate, um die jährlichen Studiengebühren zu verdienen. Eine Erhöhung der Gebühren könne zu einer Verlängerung oder gar einem Abbruch des Studiums führen.

Bisher kaum Widerstand

Dass bisher der Widerstand der insgesamt 23'000 Studierenden moderat erscheine, habe damit zu tun, dass viele noch nichts über die geplante Gebührenerhöhung gehört hätten, sagte SUB- Vorstandsmitglied Dermont. Zum Semesterbeginn Mitte September wollen die Verbände nun die Studierenden aktiv informieren.

Derzeit bezahlen Studierende an der Universität Bern Gebühren von 655 Franken pro Semester. An den Fachhochschule sind es 809 Franken. Die Erhöhung soll im dem Frühlingssemester 2012 in Kraft treten.

SDA/bs

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