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Valiant eröffnet Filiale in Romandie

Mitte August will die Valiant Bank in Lausanne eine neue Filiale eröffnen. Bankchef Michael Hobmeier sieht in der Romandie das Potenzial für eine Regionalbank wie die Valiant.

Die Berner Valiant-Gruppe führt ihre Wachstumsoffensive weiter. Im Mai hat die Regionalbank zwei Filialen in Baden und Bulle eröffnet, im nächsten Monat soll bereits die nächste – der Standort Nummer 106 – folgen. Demnächst dürfte am Place Saint-François in Lausanne das lila Valiant-Logo montiert werden. Laut Valiant-Bank-Chef Michael Hobmeier wird die Filiale in der Zeit von Mitte bis Ende August eröffnet werden, «je nach Stand der Umbauarbeiten».Bank für die RomandieHinter dem Schritt nach Lausanne steckt eine klare Strategie: Die Valiant-Gruppe will nach der deutschen auch die welsche Schweiz erobern. Es gebe in der Westschweiz zwar einige Regionalbanken, sagt Hobmeier, vor allem kleinere Institute. Aber: «In der Romandie ist das Potenzial vorhanden für eine grosse Regionalbank, wie wir das sind.» Um allerdings potenzielle Neukunden nicht durch die Deutschschweizer Wurzeln der Bank abzuschrecken, plant die Valiant die Neugründung einer Bank für die Romandie. Wie diese Bank heissen wird, will die Valiant Holding am 12.August anlässlich der Präsentation ihres Halbjahresergebnisses verraten. Gegenüber der «Handelszeitung» erwähnte Valiant-Präsident Kurt Streit kürzlich den Namen «Banque Romande» als mögliche Variante. Da Regionsbezeichnungen allerdings markenrechtlich nicht eintragbar seien, werde man sich wohl auf «Banque Romande» plus Zusatz einigen, ergänzte Streit.Die neue Westschweizer Bank wird zum Start die Geschäftsstellen mit den französischsprachigen Kunden der kürzlich übernommenen Bank Jura Laufen umfassen. Sie werden laut Hobmeier für Valiant die Basis bilden, um in der Westschweiz weiter zu wachsen. Die Filialen in Bulle, Freiburg und Lausanne werden dagegen bis auf weiteres als Valiant-Filialen weitergeführt. Deren französischsprachige Kunden will man in einem zweiten Schritt in die neue Bank für die Romandie integrieren.Bilanzsumme verdreifachtDie Valiant-Bankengruppe – 1997 aus der Fusion von Spar- und Leihkasse Bern, Gewerbekasse Bern und Bank Belp entstanden – ist über das letzte Jahrzehnt hinweg kräftig gewachsen. Die Bilanzsumme, die wohl wichtigste Kennzahl für die Grösse einer Bank, hat sich seit der Gründung fast verdreifacht: von 7,4 Milliarden im Jahr 1997 auf 19,5 Milliarden Franken Ende 2008. Valiant, welche heute zu den zehn grössten Schweizer Retailbanken gehört, verfügt in den Kantonen Bern, Luzern, Aargau und – seit der Übernahme der Bank Jura Laufen – auch im Kanton Jura über eine starke Marktposition.

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